Re: Der nächste Aufstand kommt bestimmt
Autor: Pieter Wenk (2003-06-27 23:05:29)
On 26 Jun 2003 05:45:30 GMT, Jörg Budweg wrote:
>Pieter Wenk schrieb:
>> Natürlich sollten die Staatskosten wieder ausgeglichen sein. Auch
>> Kürzungen der Ausgaben werden notwendig sein. Dann aber bitte die
>> Bereiche der Kürzungen nennen. Pauschal geht so was nicht.
>
>Verwaltungsapparat und Sozialleistungen genauer untersuchen, d.h. z.B.
>
>- Keine ellenlangen Gerichtsverhandlungen, wer z.B. klar dem Diebstahl
>überführt wird geht 1 Jahr in den Knast, beim nächsten mal 2
Jahre...
Gute Idee. Um sowas durchzuziehen braucht Gesetzesabänderungen,
Richter werden schreien usw.
>- Zeitnahe Entziehungskuren für Drogenabhängige. Werden sie nach
dem
>Entzug rückfällig, 1 Jahr keine Sozialhilfe. Dann neue
Entziehung, bei
>Rückfälligkeit 2 Jahre keine Sozialhilfe...
Dann hast Du alle die im Bereich des Sozialwesens tätig sind auf dem
Hals :-)
>- Wer Verantwortung trägt muß auch dafür haften. D.h. geht
eine großes
>Unternehmen den Bach runter wird der Manager nicht mit X Millionen in
>den Ruhestand sondern haftet zum Teil mit, würde Arbeitsplätze
bringen
>und somit den Staatshaushalt entlasten.
Ob es zusätzliche Arbeitsplätze bringen wird, schwerlich. Wäre
aber
absolut für die Einführung eines solchen Haftungsprinzips. Bloss auch
hier wieder...es braucht eine Gesetzesänderung :-)
>- Eigenanteil bei Arztbesucht, sorgt dafür das Hobby-Arztgeher sich
>überlegen weiterhin monatlich irgendeinen Arzt besuchen.
Haben wir seit Jahren bei uns in der Schweiz. Wählbare Freibeträge
welche es erlauben die Prämien zu senken...Diese sind jedoch trotzdem
noch zu teuer...da die Finanzierung m.E. überdacht werden sollte.
>reicht das erst mal ?
Im Moment, ja
Grüsse
--
Pieter Wenk /CH-1800 Vevey - Rivièra Vaudoise
These capitalists generally act harmoniously, and in concert, to fleece
the people.
--Abraham Lincoln, 1837
¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,
Autor: "Franz Gärke" (2003-06-28 22:45:06)
"Peter Pradelski" schrieb im Newsbeitrag
news:cii9db.ti2.ln@linux.lockal...
>
> > Nun frage ich: Um wieviel müßten die Einkommen der
Konsumenten steigen,
> > um das fehlende Wachstum der Investitionsgüterindustrie und der
> > Bauwirtschaft auszugleichen?
>
> Keine Ahnung.
>
> Aber ich weiß, daß es umgekehrt gar nicht geht.
"Ich weiß, daß ich nichts weiß"? Wer weiß.
> Ein Wachstum der
> Bauwirtschaft kann fehlendes Wachtum bei den Einkommen der Konsumenten
> nicht ausgleichen. Und zwar deshalb, weil ohne wachsendes Einkommen der
> Konsumenten es sich nicht lohnt zu investieren.
Ein Wachstum der Bauwirtschaft schafft kräftiges Einkommen für
derzeit
arbeitslose Handwerker. Dazu noch auf Pump, da überwiegend
kreditfinanziert,
auf Konsum verzichtet in Höhe der geschaffenen Werte wird im Laufe von ca.
27 Jahren. Also, ideales Konjunktur-Treibmittel. Den Wert eines Eigenheims
kann niemand auf andere Art verkonsumieren - seriös und innerhalb
kürzester
Zeit. Dein "nicht lohnt" wird als Resignation abgelehnt.
Franz Gärke
Autor: "Franz Gärke" (2003-06-28 22:45:06)
Autor: "Franz Gärke" (2003-06-28 22:45:06)
"Peter Pradelski" schrieb im Newsbeitrag
news:cii9db.ti2.ln@linux.lockal...
>
> > Nun frage ich: Um wieviel müßten die Einkommen der
Konsumenten steigen,
> > um das fehlende Wachstum der Investitionsgüterindustrie und der
> > Bauwirtschaft auszugleichen?
>
> Keine Ahnung.
>
> Aber ich weiß, daß es umgekehrt gar nicht geht.
"Ich weiß, daß ich nichts weiß"? Wer weiß.
> Ein Wachstum der
> Bauwirtschaft kann fehlendes Wachtum bei den Einkommen der Konsumenten
> nicht ausgleichen. Und zwar deshalb, weil ohne wachsendes Einkommen der
> Konsumenten es sich nicht lohnt zu investieren.
Ein Wachstum der Bauwirtschaft schafft kräftiges Einkommen für
derzeit
arbeitslose Handwerker. Dazu noch auf Pump, da überwiegend
kreditfinanziert,
auf Konsum verzichtet in Höhe der geschaffenen Werte wird im Laufe von ca.
27 Jahren. Also, ideales Konjunktur-Treibmittel. Den Wert eines Eigenheims
kann niemand auf andere Art verkonsumieren - seriös und innerhalb
kürzester
Zeit. Dein "nicht lohnt" wird als Resignation abgelehnt.
Franz Gärke
Autor: "Franz Gärke" (2003-06-28 22:49:18)
"Peter Pradelski" schrieb im Newsbeitrag
news:dpi9db.ti2.ln@linux.lockal...
> >
> > meinst du, daß sich im Westen die Wirtschaft durch die Mauer
entwickelt
> > hat? meinst du das im Ernst?
>
> Daß nicht. Aber daß die Leistungen dieser Wirtschaft nicht nur
einer
> kleinen Minderheit zugute gekommen sind, das verdankten die Wessis dem
> Vorhandensein eines konkurrierenden Systems.
Ach, du meinst, die westdeutschen Trümmerfrauen hätten die Steine nur
geklopft, weil drüben der Russe wartete?
Franz Gärke
Autor: Peter Pradelski (2003-06-29 14:10:26)
Franz Gärke wrote:
>
> "Peter Pradelski" schrieb im
Newsbeitrag
> news:dpi9db.ti2.ln@linux.lockal...
>> >
>> > meinst du, daß sich im Westen die Wirtschaft durch die
Mauer entwickelt
>> > hat? meinst du das im Ernst?
>>
>> Daß nicht. Aber daß die Leistungen dieser Wirtschaft nicht
nur einer
>> kleinen Minderheit zugute gekommen sind, das verdankten die Wessis dem
>> Vorhandensein eines konkurrierenden Systems.
>
> Ach, du meinst, die westdeutschen Trümmerfrauen hätten die
Steine nur
> geklopft, weil drüben der Russe wartete?
Nein. Aber was danach kam, nachdem die Trümmer aufgeräumt waren. Zum
Beispiel, daß der Marshall-Plan umgesetzt wurde, und nicht der
Morgenthau-Plan.
--
"Neid ist geil!" - "Mike" in d.t.t
Autor: "Franz Gärke" (2003-06-29 21:59:00)
"Peter Pradelski" schrieb im Newsbeitrag
news:cnkmdb.cd1.ln@linux.lockal...
> [snip]
> >> Ein Wachstum der
> >> Bauwirtschaft kann fehlendes Wachtum bei den Einkommen der
Konsumenten
> >> nicht ausgleichen. Und zwar deshalb, weil ohne wachsendes
Einkommen der
> >> Konsumenten es sich nicht lohnt zu investieren.
> >
> > Ein Wachstum der Bauwirtschaft schafft kräftiges Einkommen
für derzeit
> > arbeitslose Handwerker. Dazu noch auf Pump, da überwiegend
> > kreditfinanziert, auf Konsum verzichtet in Höhe der geschaffenen
Werte
> > wird im Laufe von ca. 27 Jahren. Also, ideales
Konjunktur-Treibmittel.
> > Den Wert eines Eigenheims kann niemand auf andere Art verkonsumieren
-
> > seriös und innerhalb kürzester Zeit. Dein "nicht
lohnt" wird als
> > Resignation abgelehnt.
>
> Ich weiß nicht, wie ich es Dir so erklären soll, daß Du
es verstehst. Noch
> mal:
>
> kein Konsum -> keine Nachfrage -> keine Investitionen.
>
> Was davon ist denn so schwer zu begreifen?
Scheint logisch, so für sich betrachtet.
Ich habe die positiven Effekte einer guten Baukonjunktur aufgezeigt. Bricht
diese ein, fehlen natürlich die Impulse für die Gesamtkonjunktur.
Über die
Gründe müssen wir uns hier nicht weiter unterhalten. Angesichts der
Werte,
die dort umgesetzt werden, erscheint es fast unmöglich die Binnennachfrage
durch Konsumausgaben in anderen Bereichen auf gleichem Niveau zu halten.
Insbesondere auch unter dem Aspekt der Kreditfinanzierung.
Mehr war nicht, dabei bleibe ich aber auch.
Franz Gärke
Autor: "Franz Gärke" (2003-06-29 22:06:36)
"Peter Pradelski" schrieb im Newsbeitrag
news:ivkmdb.cd1.ln@linux.lockal...
> >>
> >> Daß nicht. Aber daß die Leistungen dieser Wirtschaft
nicht nur einer
> >> kleinen Minderheit zugute gekommen sind, das verdankten die
Wessis dem
> >> Vorhandensein eines konkurrierenden Systems.
> >
> > Ach, du meinst, die westdeutschen Trümmerfrauen hätten die
Steine nur
> > geklopft, weil drüben der Russe wartete?
>
> Nein. Aber was danach kam, nachdem die Trümmer aufgeräumt waren.
Zum
> Beispiel, daß der Marshall-Plan umgesetzt wurde, und nicht der
> Morgenthau-Plan.
Wenn es doch so einfach wäre mit den Plänen. Sie müssen
umgesetzt werden,
deshalb wurde gearbeitet nach den Aufräumarbeiten, in Industrie, Handwerk
und Handel. Und alle waren mit Begeisterung dabei, Arbeitnehmer haben mit
Unternehmern an einem Strang gezogen und nicht gegeneinander gearbeitet, wie
es heute vielfach üblich scheint.
Franz Gärke
Autor: "Franz Gärke" (2003-06-30 00:14:17)
"Franz Glaser (NLx300)" schrieb im
Newsbeitrag
news:3EFF5384.90504@invalid-meg-glaser.com...
>
> Das verstehst du nie niemals nicht, Franz. Für den Pradelsky gibt es
> keine anderen Menschen als Arbeitnehmer. Konsum ist für ihn nur das,
> was die Arbeitnehmer ausgehen und gleich wieder scheissen.
Ich bin ja auch nicht in einem Arbeiter- und Bauernstaat aufgewachsen.
Ein wissbegieriger Mensch sollte mittlerweile die Zeit gefunden haben, auch
mal andere Menschen kennen gelernt zu haben. Wer sich aber nur mit Utopien
beschäftigt, ...
Franz Gärke
Autor: Peter Pradelski (2003-06-30 13:52:20)
Franz Glaser (NLx300) wrote:
> Franz Gärke schrieb:
>> "Peter Pradelski" schrieb
>>> ...
>>>Ich weiß nicht, wie ich es Dir so erklären soll,
daß Du es verstehst.
>>>Noch mal:
>>>
>>>kein Konsum -> keine Nachfrage -> keine Investitionen.
>>>Was davon ist denn so schwer zu begreifen?
>>
>> Scheint logisch, so für sich betrachtet.
>>
>> Ich habe die positiven Effekte einer guten Baukonjunktur aufgezeigt.
>> Bricht diese ein, fehlen natürlich die Impulse für die
Gesamtkonjunktur.
>> Über ...
>
> Das verstehst du nie niemals nicht, Franz. Für den Pradelsky gibt es
> keine anderen Menschen als Arbeitnehmer.
Nur so nebenbei - schreibst Du meinen Namen absichtlich immer falsch?
> Konsum ist für ihn nur das,
> was die Arbeitnehmer ausgehen und gleich wieder scheissen.
Nicht nur. Aber ohne das gibt es keine Investitionen, und auch minimalen
sonstigen Konsum.
> Unternehmer bauen keine Häuser, kaufen keine Maschinen, essen keine
> Essiggurken, gehen nicht ins Theater, haben keine Kinder, verbrauchen
> kein Benzin.
Unternehmer machen einen winzigen Anteil der Bevölkerung aus. Die Masse
bilden die Arbeitnehmer. Und ihre Einkommen - Löhne - machen die Masse der
Konjunktur aus.
> Nur Arbeitnehmer kurbeln die Konjunktur an,
Fast nur.
> Unternehmer investieren nur dann, wenn Arbeitnehmer was kaufen.
Genau. Gut, sie investieren auch, wenn sie erwarten, daß die Arbeitnehmer
die entsprechenden Produkte kaufen werden. Aber ohne die Erwartung einer
ausreichenden Nachfrage investieren Unternehmer einfach nicht. Und wenn die
Masse der potentiellen Kunden - die Arbeitnehmer - wenig Geld hat, dann
kannst Du auch die für Investitionen notwengige Konsumerwartung vergessen.
--
"Neid ist geil!" - "Mike" in d.t.t