Re: Warum....
Autor: Albrecht Kolthoff (2004-03-01 00:27:58)
Walter Scherer wrote:
>Albrecht Kolthoff wrote:
>> Walter Scherer wrote:
>>
>>>Albrecht Kolthoff wrote:
>>>
>>>>Walter Scherer wrote:
>>>>
>>>>
>>>>>Albrecht Kolthoff wrote:
>>>>
>>>>[...]
>>>>
>>>>
>>>>>>>Es braut sich was zusammen. Einen ähnlichen
Sturm hats schon mal
>>>>>>>gegeben. Der Sturm Heute ist größer und
bläst härter. Vieles wird
>>>>>>>untergehen.
>>>>>>
>>>>>>Upps, das klingt nach Apokalypse.
>>>>>
>>>>>Keine Sorge. Nur ein normaler Weltkrieg. :)
>>>>
>>>>Dazu fehlt es allein schon an gewichtigen Kontrahenten.
>>>
>>>Du meinst für einen Weltkrieg muß ein starker Gegner da
sein? Hahahaha!
>>
>> Die Kriege, die gemeinhin als Weltkriege bezeichnet werden, wurden
jeweils von
>> starken Allianzen geführt. Schwache Gegner werden in der Regel
innerhalb relativ
>> kurzer Zeit überwältigt, ohne dass es zur Ausweitung eines
räumlich begrenzten
>> Krieges kommen muss.
>
>Die Allianz hat sich im zweiten Weltkrieg erst zwei Jahre nach
>Kriegsbeginn gebildet.
Es gibt gute Gründe dafür, den Krieg ab 1939 bis zum Überfall
auf die Sowjetunion
oder vielleicht bis zur Kriegserklärung an die USA als europäischen
Krieg
anzusehen, der erst mit den Ereignissen von 1941 zum Weltkrieg wurde (dazu
zählt
natürlich auch Pearl Harbor).
Aber vielleicht möchtest du ja einmal näher beschreiben, was du unter
"Weltkrieg"
verstehst? Ich gebe mal einen Lexikon-Eintrag wieder, damit man einen
Anhaltspunkt
hat:
============================================================================
Weltkrieg,
ein globaler, viele Staaten und Völker der Erde einbeziehender
militärischer
Konflikt, bei dem die Kampfhandlungen sich auf fast alle Kontinente und
Weltmeere
erstrecken. Eine erdumspannende militärische Auseinandersetzung war
bereits der
Siebenjährige Krieg (175663); die Kriegshandlungen der europäischen
Mächte in
Übersee beschränkten sich damals allerdings auf wenige, kurze sowie
punktuelle
Schlachten und Gefechte. Erst die beiden großen Kriege des
20.Jahrhunderts waren
Weltkriege im eigentlichen Sinne, wobei der Erste Weltkrieg (191418)
hinsichtlich
seiner Opfer, des Ausmaßes der Zerstörung wie auch in Bezug auf die
militärisch-territorialen Dimensionen durch den Zweiten Weltkrieg (193945)
noch
erheblich übertroffen wurde. Im Unterschied zu früher geführten
»Kabinettskriegen«
war für die Weltkriege charakteristisch: Konfrontation von
Millionenheeren,
Einsatz einer gewaltigen Militärmaschinerie mit entsprechenden
Nachschubproblemen,
erstmalige Verwendung von Luft- und Panzerwaffen (am Ende des Zweiten
Weltkriegs
der Nuklearwaffe), die völlige Ausrichtung der nationalen Wirtschaften auf
die
Bedürfnisse des Krieges (»Heimatfront«, Vorrang der Waffen-
und
Munitionsproduktion). Die Zivilbevölkerung wurde in einem bis dahin
unbekannten
Maße in die Kriegshandlungen einbezogen, die sich oft gezielt gegen sie
richteten
(z.B. Bombenterror gegen Städte, Vernichtungsaktionen gegen ganze
Bevölkerungsgruppen im Zweiten Weltkrieg); die Zerstörung materieller
und
kultureller Güter führte zur Verwüstung großer Territorien
(im Zweiten Weltkrieg
z.B. durch die von deutschen Truppen angewandte Taktik der »verbrannten
Erde«).
Beide Weltkriege riefen grundlegende Veränderungen im Staatensystem der
Welt
hervor (z.B. Zerfall von Vielvölkerstaaten, Bildung neuer Staaten) und
zogen zum
Teil gesellschaftliche Umwälzungen nach sich (u.a. Oktoberrevolution in
Russland
1917); sie veränderten die Machtkonstellation zwischen den Staaten
erheblich.
© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus
============================================================================
Ich sehe in der Gegenwart und auf absehbare Zeit eigentlich eher "wenige,
kurze
sowie punktuelle Schlachten und Gefechte", ohne jetzt diese Formulierung
auf die
Goldwaage legen zu wollen. Afganistan war für die späte Sowjetunion
und ist heute
für die Koalitionäre des Krieges gegen die Taliban-Regierung sicher
keine kurze
Angelegenheit.
[...]
>>>Die Amis haben 6 Mrd Gegner wenns drauf ankommt.
>>
>> Die Amis sind der Feind der Menschheit?
>
>Ja. Glaub dem Bush doch einfach, daß er seinen WoT weiterführen
will bis
>kein aktueller oder potentieller Gegner mehr steht.
Ich habs nicht so mit Glaubensfragen; insbesondere wenn eine Klasse, eine
Rasse,
eine Religion oder eine Nation zum Erbfeind der Menschheit erklärt wird.
>>>Nun ja, die Amis sind ja vom Mars und die Europäer von der
Venus.
>>
>> Ach so, daher auch diese Serie von Büchern und Filmen, die mit
"Krieg der Welten"
>> von H.G. Wells begann.
>
>Hä? Du liest zuviel Romane. Ich zitiere Kagan.
Das war mir klar; die Sottise ist wohl nicht angekommen. "They came from
outer
space" ist nun mal seit Wells ein eigenes Genre, wobei der Mars den wohl
beliebtesten Ursprung der üblen Invasoren darstellt. Insofern ist die
Eigenbezeichnung als "vom Mars" von Kagan ein wenig unglücklich
gewählt, werden
doch heute weniger die Rollenaufteilungen der griechisch-römischen
Gottheiten als
die Erzeugnisse der Populärkultur mit solchen Zuschreibungen assoziiert
("Mars
Attacks"). Demnach verbindet Kagans Metapher die USA mit den
"Bösen".
[...]
>> Preußen war *innerhalb von Deutschland* die dominierende Macht
und wesentlich
>> militaristischer als Schaumburg-Lippe oder auch Bayern. Für
Europa kann es kein
>> Modell sein, dass ein europäischer Staat sich innerhalb der EU in
ähnlicher Weise
>> gebärdet wie Preußen innerhalb von Deutschland.
>
>Preußen war der größte Brocken in Deutschland und hat die
Staatsbildung
>vorangetrieben. Seit 1971 gabs keine Kriege mehr zwischen den deutschen
>Kleinstaaten.
Sicher ein Typo; 1871 war gemeint. Klar gabs keine Kriege mehr unter den
deutschen Kleinstaaten, Wann war der letzte davor? 1866, falls man
Österreich
unter "deutsche Kleinstaaten" subsumiert. Allerdings hat das unter
preußischer
Führung geeinte Deutschland dann zwei Weltkriege angezettelt.
[...]
>> Bitte? Schwer erkennbare Phänomene sind für Erkenntnis
unbrauchbar, weil sie
>> schwer erkennbar sind?
>
>Genau. Vor allem solange leicht erkennbare Phänomene immer noch falsch
>interpretiert werden.
Und deshalb muss Erkenntnis sich auf leicht erkennbare Phänomene
beschränken?
Dabei kann doch nur beschränkte Erkenntnis herauskommen.
>> Dabei sind es doch gerade solche Dinge, die den Historiker fordern:
eben nicht die
>> Faktenhuberei der Ereignisse, sondern der Hintergrund, vor dem das
Schauspiel
>> läuft.
>
>Beim Interpretieren der Geschichte sind die Historiker notorisch
>unzuverlässig. Darum dreht sich der Histikerstreit doch dauernd.
Was heißt "unzuverlässig"? Dass es - wie in den
Humanwissenschiften allgemein
üblich - ständig Debatten um Interpretationen gibt? Man sollte lieber
froh sein,
dass es keine allgemein verbindliche Lehre gibt, ob nun von Konzil oder
Zentralkomitees verordnet.
>>>Woolsey ist kein Spinner aus dem Denkfaß. Der hat einen
Kumpel der in
>>>die gleiche Richtung quatscht und durchaus seine Pläne
offengelegt hat.
>>
>> Welcher Kumpel hat gequatscht?
>
>Bush?
Der sprach auch von Weltkrieg Nummer X?
>>>>Es kann auch schlichtweg damit zu tun haben, dass man ein paar
markige Begriffe
>>>>für sich besetzt, um dann als interessanter Vortragsgast
entsprechende Honorare
>>>>einnehmen zu können oder durch die gängigen
Polit-Talkshows gereicht zu werden.
>>>>Zum Kontrast wird dem "Darfs ein Viertelpfund mehr
Weltkrieg sein"-Woolsey dann
>>>>ein Noam Chomsky gegenüber gesetzt, und schon hat man
wieder eine nette
>>>>Einschaltquote.
>>>
>>>Sicher. Bush will nur ein gefragter Talkgast sein
>>
>> Die Rede war von Woolsey, einem pensionierten Ex-CIA-Direktor. Welche
Bedeutung
>> haben amtierende und Ex-CIA-Direktoren in US-amerikanischen
Machtstrukturen?
>
>Sicher gar keine. Die wissen bestimmt nix. ;)
Das halte ich für deutlich untertrieben. Etwas genauer gefragt: welche
Rolle
spielen CIA-Direktoren bei der Entwicklung von Strategien?
[...]
>>>Jau. Sind halt alles große Kiddies. Die wollen nur spielen,
die beißen
>>>nicht. Ich bin beruhigt.
>>
>> Dazu besteht kein Grund, denn das Bestürzende an der Sache ist ja
gerade, wie eine
>> Gruppe von Ignoranten und Einfaltspinseln am "Drücker"
sein kann, ohne von den
>> wenigen Angehörigen der Machtstruktur mit Sachverstand wesentlich
aufgehalten
>> werden zu können.
>
>Ja, ist echt komisch. Woran das wohl liegt, Du Mensch mit Sachverstand. :)
Das Lob greift zu weit; hier waren eher Leute aus militärischem Umfeld
gemeint wie
Powell.
[...]
>>>Napoleons Pläne waren gegen meine Pläne mickrig ! ! ! :)
>>
>> Auweia. Nun gut, dann ist man hiermit gewarnt.
>
>Auwaia! Nun bin ich erkannt und werd beobachtet. :)
Ebenso wie Woolsey, der die Weltkriegs- und Weltherrschaftspläne vor einer
Gruppe
von Studenten ausplauderte.
[...]
>>>Wer aus der Geschichte nichts lernt ist dazu verdammt sie zu
widerholen.
>>
>> Es kommt auf die Sichtweise an. Für manchen wäre eine
Wiederholung der Geschichte
>> keine Verdammnis, sondern anzustrebendes Ziel.
>
>Meinste den Bush? :)
Ich meine durchaus verschiedene Kräfte. Während die einen als
historische
Verlierer die Geschichte "wiederholen" (genauer: korrigieren) wollen,
weil sie
meinen, soviel aus der Geschichte gelernt zu haben, dass sie beim nächsten
Mal
nicht verlieren werden, gibt es andere, die (von Ausnahmen abgesehen) durchweg
erfolgreich aus Kriegen hervorgegangen sind; letzteren kommt Geschichte als
Kette
von Erfolgen vor, die man durchaus wiederholen sollte.
Ob Bush als Person überhaupt genügend Geschichtskenntnisse und
-bewusstsein
aufbringen kann, um zu solchen Einstellungen fähig zu sein, darf
bezweifelt
werden.
>>>Kennste schon, ich weiß. Kapiert haste es aber nicht. Viel
Spaß beim Rerun.
>>
>> Nun, Weltgeschichte ist keine Maschine, die rebootet werden kann.
>
>Nein sicher nicht. Wiederholungen wegen Mangel an Lernfähigkeit gibts
>aber. In diesem Fall brauchts halt eine zweite Lektion. Ich sehs ein.
Noch besteht gute Hoffnung, dass die in der amerikanischen Verfassung
eingebauten
"checks and balances" nicht sang- und klanglos untergehen.
--
Albrecht Kolthoff
Autor: Albrecht Kolthoff (2004-03-01 00:44:26)
Frank Bügel wrote:
>Albrecht Kolthoff schrieb:
>
>(...)
>
>> >Die Amis haben 6 Mrd Gegner wenns drauf ankommt.
>>
>> Die Amis sind der Feind der Menschheit?
>
>Die US-Regierung ist der Feind aller Völker.
Jau.
"Der altböse Feind, wie ernst ers auch meint ...
Groß Macht und viel List, sein grausam Rüstung ist ..."
Da hilft nur eins: Mit dem Tintenfass gegen den Teufel werfen, so wie der
Verfasser obiger Zeilen, Martin Luther.
[Lügel-Schwachsinn entfernt]
--
Albrecht Kolthoff
Autor: Albrecht Kolthoff (2004-03-01 00:44:26)
Autor: Albrecht Kolthoff (2004-03-01 00:44:26)
Frank Bügel wrote:
>Albrecht Kolthoff schrieb:
>
>(...)
>
>> >Die Amis haben 6 Mrd Gegner wenns drauf ankommt.
>>
>> Die Amis sind der Feind der Menschheit?
>
>Die US-Regierung ist der Feind aller Völker.
Jau.
"Der altböse Feind, wie ernst ers auch meint ...
Groß Macht und viel List, sein grausam Rüstung ist ..."
Da hilft nur eins: Mit dem Tintenfass gegen den Teufel werfen, so wie der
Verfasser obiger Zeilen, Martin Luther.
[Lügel-Schwachsinn entfernt]
--
Albrecht Kolthoff
Autor: Walter Scherer (2004-03-01 01:14:46)
Albrecht Kolthoff wrote:
> Walter Scherer wrote:
>
>
>>Albrecht Kolthoff wrote:
>>
>>>Walter Scherer wrote:
>>>
>>>
>>>>Albrecht Kolthoff wrote:
>>>>
>>>>
>>>>>Walter Scherer wrote:
>>>>>
>>>>>
>>>>>
>>>>>>Albrecht Kolthoff wrote:
>>>>>
>>>>>>>>Es braut sich was zusammen. Einen
ähnlichen Sturm hats schon mal
>>>>>>>>gegeben. Der Sturm Heute ist größer
und bläst härter. Vieles wird
>>>>>>>>untergehen.
>>>>>>>
>>>>>>>Upps, das klingt nach Apokalypse.
>>>>>>
>>>>>>Keine Sorge. Nur ein normaler Weltkrieg. :)
>>>>>
>>>>>Dazu fehlt es allein schon an gewichtigen Kontrahenten.
>>>>
>>>>Du meinst für einen Weltkrieg muß ein starker Gegner
da sein? Hahahaha!
>>>
>>>Die Kriege, die gemeinhin als Weltkriege bezeichnet werden, wurden
jeweils von
>>>starken Allianzen geführt. Schwache Gegner werden in der Regel
innerhalb relativ
>>>kurzer Zeit überwältigt, ohne dass es zur Ausweitung
eines räumlich begrenzten
>>>Krieges kommen muss.
>>
>>Die Allianz hat sich im zweiten Weltkrieg erst zwei Jahre nach
>>Kriegsbeginn gebildet.
>
> Es gibt gute Gründe dafür, den Krieg ab 1939 bis zum
Überfall auf die Sowjetunion
> oder vielleicht bis zur Kriegserklärung an die USA als
europäischen Krieg
> anzusehen, der erst mit den Ereignissen von 1941 zum Weltkrieg wurde (dazu
zählt
> natürlich auch Pearl Harbor).
Jetzt fängste an mit Begriffsdefinition zu schwurbeln. Der WKII fing
1939 an. Zumindest biste nicht auf der Frankschen Schiene, Adolf hätte
sich von Anfang an einer bösartigen Weltverschwörung
gegenübergesehen.
> Aber vielleicht möchtest du ja einmal näher beschreiben, was du
unter "Weltkrieg"
> verstehst? Ich gebe mal einen Lexikon-Eintrag wieder, damit man einen
Anhaltspunkt
> hat:
> [Hab ich das verdient? Mit Zitatbrocken beschossen zu werden?]
>
> Ich sehe in der Gegenwart und auf absehbare Zeit eigentlich eher
"wenige, kurze
> sowie punktuelle Schlachten und Gefechte", ohne jetzt diese
Formulierung auf die
> Goldwaage legen zu wollen. Afganistan war für die späte
Sowjetunion und ist heute
> für die Koalitionäre des Krieges gegen die Taliban-Regierung
sicher keine kurze
> Angelegenheit.
Der WKII fing auch mit "punktuellen Schlachten und Gefechten" an.
Tschechien, Polen und dann wurds immer heißer.
Afghanistan ist etwa so relevant wie der spanische Bürgerkrieg.
Nämlich
kaum.
>>>>Die Amis haben 6 Mrd Gegner wenns drauf ankommt.
>>>
>>>Die Amis sind der Feind der Menschheit?
>>
>>Ja. Glaub dem Bush doch einfach, daß er seinen WoT
weiterführen will bis
>>kein aktueller oder potentieller Gegner mehr steht.
>
> Ich habs nicht so mit Glaubensfragen; insbesondere wenn eine Klasse, eine
Rasse,
> eine Religion oder eine Nation zum Erbfeind der Menschheit erklärt
wird.
Na? Du hasts doch mit dem angeblich alles bestimmenden Antisemitismus
von Adolf. Ich erinnere mich an eine Diskussion darum. Bush hat halt
andere Angstgegner für Propagandazwecke. Ansonsten ist das die gleiche
Soße.
>>>>Nun ja, die Amis sind ja vom Mars und die Europäer von der
Venus.
>>>
>>>Ach so, daher auch diese Serie von Büchern und Filmen, die mit
"Krieg der Welten"
>>>von H.G. Wells begann.
>>
>>Hä? Du liest zuviel Romane. Ich zitiere Kagan.
>
> Das war mir klar; die Sottise ist wohl nicht angekommen.
Ich steh nicht so auf abwegige Scherzchen. Bleib doch einfach beim
Thema. Dann wirkt das auch nicht so hilflos.
> "They came from outer
> space" ist nun mal seit Wells ein eigenes Genre, wobei der Mars den
wohl
> beliebtesten Ursprung der üblen Invasoren darstellt. Insofern ist die
> Eigenbezeichnung als "vom Mars" von Kagan ein wenig
unglücklich gewählt, werden
> doch heute weniger die Rollenaufteilungen der griechisch-römischen
Gottheiten als
> die Erzeugnisse der Populärkultur mit solchen Zuschreibungen
assoziiert ("Mars
> Attacks"). Demnach verbindet Kagans Metapher die USA mit den
"Bösen"
Dann haste Kagan nicht verstanden. Der verbindet "Mars" mit
männlich,
kriegerisch, stark und "Venus" mit weiblich, friedlich und schwach.
Haste das jetzt verstanden? Deine Kulturbeflissenheit interessiert die
Amis nicht, die kennen sowas nicht und scheißen sowieso auf Bildung,
oller Nerd.
>>>Preußen war *innerhalb von Deutschland* die dominierende
Macht und wesentlich
>>>militaristischer als Schaumburg-Lippe oder auch Bayern. Für
Europa kann es kein
>>>Modell sein, dass ein europäischer Staat sich innerhalb der EU
in ähnlicher Weise
>>>gebärdet wie Preußen innerhalb von Deutschland.
>>
>>Preußen war der größte Brocken in Deutschland und hat
die Staatsbildung
>>vorangetrieben. Seit 1971 gabs keine Kriege mehr zwischen den deutschen
>>Kleinstaaten.
>
> Sicher ein Typo; 1871 war gemeint.
Sicher.
> Klar gabs keine Kriege mehr unter den
> deutschen Kleinstaaten, Wann war der letzte davor? 1866, falls man
Österreich
> unter "deutsche Kleinstaaten" subsumiert. Allerdings hat das
unter preußischer
> Führung geeinte Deutschland dann zwei Weltkriege angezettelt.
Ich erwarte von einem geeinten, siegreichen Europa auch nicht gerade
vornehme Zurückhaltung. Das liegt aber in fernerer Zukunft und zur Zeit
gibts andere Probleme. Immerhin ist die Bildung größerer
Staatsgebilde
der einzige bekannte Weg vom Krieg wegzukommen. Das hat im Fall
Deutschland prima funktioniert. Warum solls innerhalb Europas anders
sein? Anschließend muß sich die Welt langsam zusammenraufen. Dann
hört
der Schwachsinn endlich auf.
>>>Bitte? Schwer erkennbare Phänomene sind für Erkenntnis
unbrauchbar, weil sie
>>>schwer erkennbar sind?
>>
>>Genau. Vor allem solange leicht erkennbare Phänomene immer noch
falsch
>>interpretiert werden.
>
> Und deshalb muss Erkenntnis sich auf leicht erkennbare Phänomene
beschränken?
> Dabei kann doch nur beschränkte Erkenntnis herauskommen.
Nein, natürlich nicht. Aber erstmal nimmt man sich besser die einfachen
Fälle vor und läßt die schwierigen für später wenn
man eine bessere
Basis hat. Ist halt wissenschaftliche Methode, solltest Du eigentlich
kennen. Oder hab ich mich da bei Dir geirrt? Ich dachte immer Du hast
sowas an der Uni gelernt.
>>>Dabei sind es doch gerade solche Dinge, die den Historiker fordern:
eben nicht die
>>>Faktenhuberei der Ereignisse, sondern der Hintergrund, vor dem das
Schauspiel
>>>läuft.
>>
>>Beim Interpretieren der Geschichte sind die Historiker notorisch
>>unzuverlässig. Darum dreht sich der Histikerstreit doch dauernd.
>
> Was heißt "unzuverlässig"? Dass es - wie in den
Humanwissenschiften allgemein
> üblich - ständig Debatten um Interpretationen gibt? Man sollte
lieber froh sein,
> dass es keine allgemein verbindliche Lehre gibt, ob nun von Konzil oder
> Zentralkomitees verordnet.
Sicher, eine vorgeschriebene "Wahrheit" ist das Schlechteste. Das
ändert
nichts an der Tatsache, daß Historiker Jahrzehnte und Jahrhunderte
brauchen um alte Irrtümer abzubauen. Das wird sich m.E. ändern sobald
Historiker mehr wissen und daraus bessere Methoden entwickeln.
>>>>Woolsey ist kein Spinner aus dem Denkfaß. Der hat einen
Kumpel der in
>>>>die gleiche Richtung quatscht und durchaus seine Pläne
offengelegt hat.
>>>
>>>Welcher Kumpel hat gequatscht?
>>
>>Bush?
>
> Der sprach auch von Weltkrieg Nummer X?
Woolsey ist halt besonders geschwätzig. Bush redet von einem jahrelangen
War against Terror. Erwartest Du etwa, daß der das Kind beim Namen
nennt? Dazu brauchts schon einen unvorsichtigen Deppen aus der zweiten
Reihe.
>>>>>Es kann auch schlichtweg damit zu tun haben, dass man ein
paar markige Begriffe
>>>>>für sich besetzt, um dann als interessanter
Vortragsgast entsprechende Honorare
>>>>>einnehmen zu können oder durch die gängigen
Polit-Talkshows gereicht zu werden.
>>>>>Zum Kontrast wird dem "Darfs ein Viertelpfund mehr
Weltkrieg sein"-Woolsey dann
>>>>>ein Noam Chomsky gegenüber gesetzt, und schon hat man
wieder eine nette
>>>>>Einschaltquote.
>>>>
>>>>Sicher. Bush will nur ein gefragter Talkgast sein
>>>
>>>Die Rede war von Woolsey, einem pensionierten Ex-CIA-Direktor.
Welche Bedeutung
>>>haben amtierende und Ex-CIA-Direktoren in US-amerikanischen
Machtstrukturen?
>>
>>Sicher gar keine. Die wissen bestimmt nix. ;)
>
> Das halte ich für deutlich untertrieben. Etwas genauer gefragt:
welche Rolle
> spielen CIA-Direktoren bei der Entwicklung von Strategien?
Woolsey ist ein PNAC. Die haben die Strategie definiert. Ist das etwa
auch unbekannt oder gar ein kleiner Scherz von Dir?
>>>>Jau. Sind halt alles große Kiddies. Die wollen nur
spielen, die beißen
>>>>nicht. Ich bin beruhigt.
>>>
>>>Dazu besteht kein Grund, denn das Bestürzende an der Sache ist
ja gerade, wie eine
>>>Gruppe von Ignoranten und Einfaltspinseln am
"Drücker" sein kann, ohne von den
>>>wenigen Angehörigen der Machtstruktur mit Sachverstand
wesentlich aufgehalten
>>>werden zu können.
>>
>>Ja, ist echt komisch. Woran das wohl liegt, Du Mensch mit Sachverstand.
:)
>
> Das Lob greift zu weit; hier waren eher Leute aus militärischem
Umfeld gemeint wie
> Powell.
Das war kein Lob, eher Ironie. Powell hat keinen Sachverstand, sonst
hätte er sich nicht mit seinen angeblichen Beweisen vor der UNO so
erbärmlich blamiert.
>>>>Napoleons Pläne waren gegen meine Pläne mickrig ! ! !
:)
>>>
>>>Auweia. Nun gut, dann ist man hiermit gewarnt.
>>
>>Auwaia! Nun bin ich erkannt und werd beobachtet. :)
>
> Ebenso wie Woolsey, der die Weltkriegs- und Weltherrschaftspläne vor
einer Gruppe
> von Studenten ausplauderte.
Lustig. Jetzt bin ich in den Stand eines US-Politikers, immerhin eines
aus der zweiten Reihe, erhoben. Ich fühle mich gebauchpinselt. So nett
ist sonst nur Kurt ("Heil Kurt!") wenn er mich als abgefeimten Juden
bezeichnet.
>>>>Wer aus der Geschichte nichts lernt ist dazu verdammt sie zu
widerholen.
>>>
>>>Es kommt auf die Sichtweise an. Für manchen wäre eine
Wiederholung der Geschichte
>>>keine Verdammnis, sondern anzustrebendes Ziel.
>>
>>Meinste den Bush? :)
>
> Ich meine durchaus verschiedene Kräfte. Während die einen als
historische
> Verlierer die Geschichte "wiederholen" (genauer: korrigieren)
wollen, weil sie
> meinen, soviel aus der Geschichte gelernt zu haben, dass sie beim
nächsten Mal
> nicht verlieren werden, gibt es andere, die (von Ausnahmen abgesehen)
durchweg
> erfolgreich aus Kriegen hervorgegangen sind; letzteren kommt Geschichte
als Kette
> von Erfolgen vor, die man durchaus wiederholen sollte.
Das ist Dein Problem. Du bist zu festgefahren in Deinem Glauben, die
Deutschen wären für das Anzetteln von Weltkriegen zuständig.
Dann wartet
auf Dich eine Menge neue Erkenntnis. Freu Dich, es gibt was zu lernen!
> Ob Bush als Person überhaupt genügend Geschichtskenntnisse und
-bewusstsein
> aufbringen kann, um zu solchen Einstellungen fähig zu sein, darf
bezweifelt
> werden.
Bush hat keinen Schimmer von Geschichte. Na und? Braucht man ein
Historikerstudium für die Rolle als Möchtegern-Weltherrscher?
>>>>Kennste schon, ich weiß. Kapiert haste es aber nicht.
Viel Spaß beim Rerun.
>>>
>>>Nun, Weltgeschichte ist keine Maschine, die rebootet werden kann.
>>
>>Nein sicher nicht. Wiederholungen wegen Mangel an Lernfähigkeit
gibts
>>aber. In diesem Fall brauchts halt eine zweite Lektion. Ich sehs ein.
>
> Noch besteht gute Hoffnung, dass die in der amerikanischen Verfassung
eingebauten
> "checks and balances" nicht sang- und klanglos untergehen.
Sind schon fast vollständig ausgehebelt. Wenn Du Deine News nicht auf
Latein lesen würdest könntest Du das wissen.
--
Walter
Autor: "Hans-Heinrich Hoppenstedt" (2004-03-01 01:41:36)
Albrecht Kolthoff wrote:
> Jau.
>
> "Der altböse Feind, wie ernst ers auch meint ...
> Groß Macht und viel List, sein grausam Rüstung ist ..."
>
> Da hilft nur eins: Mit dem Tintenfass gegen den Teufel werfen, so wie
> der Verfasser obiger Zeilen, Martin Luther.
Auch son Judenhasser im Alter, der Martin Luther.
"Ein feste Burg ist unser Gott" (Melodie von J.S. Bach) mußten
wir
früher bei unserer Lehrerin immer zu Sankt Martin singen, sonst gabs
nix zu naschen.
H.H.H.
Autor: Walter Scherer (2004-03-01 01:53:01)
Albrecht Kolthoff wrote:
> Frank Bügel wrote:
>
>
>>Albrecht Kolthoff schrieb:
>>
>>(...)
>>
>>
>>>>Die Amis haben 6 Mrd Gegner wenns drauf ankommt.
>>>
>>>Die Amis sind der Feind der Menschheit?
>>
>>Die US-Regierung ist der Feind aller Völker.
>
> Jau.
Das war zu früh. Wenn Du ein bißchen toleranter wärst
hättest Du noch
ein paar Zeilen von Frank abgewartet mit dem Tintenfaß. Kann ich
allerdings verstehen, Deine sofortige Teufelsvertreibung, es stand ja
ohnehin zu befürchten, daß er sogleich zur Zionistenhatz
übergeht.
> "Der altböse Feind, wie ernst ers auch meint ...
> Groß Macht und viel List, sein grausam Rüstung ist ..."
>
> Da hilft nur eins: Mit dem Tintenfass gegen den Teufel werfen, so wie der
> Verfasser obiger Zeilen, Martin Luther.
Sobald der Satan Frank den Kopf in die Tür steckt fliegen die schweren
Zitatenbrocken. Einfach Kolthoffnungslos das Ganze. ;)
> [Lügel-Schwachsinn entfernt]
Jaja, schon gut. Am End vom Text wirds immer besonders einfarbig bei
Frank. Scheint Methode zu haben.
--
Walter
Autor: "Frank Bügel" (2004-03-01 11:14:21)
Walter Scherer schrieb:
> Albrecht Kolthoff wrote:
> > Frank Bügel wrote:
> >
> >
> >>Albrecht Kolthoff schrieb:
> >>
> >>(...)
> >>
> >>
> >>>>Die Amis haben 6 Mrd Gegner wenns drauf ankommt.
> >>>
> >>>Die Amis sind der Feind der Menschheit?
> >>
> >>Die US-Regierung ist der Feind aller Völker.
> >
> > Jau.
>
> Das war zu früh. Wenn Du ein bißchen toleranter wärst
hättest Du noch
> ein paar Zeilen von Frank abgewartet mit dem Tintenfaß. Kann ich
> allerdings verstehen, Deine sofortige Teufelsvertreibung, es stand ja
> ohnehin zu befürchten, daß er sogleich zur Zionistenhatz
übergeht.
>
> > "Der altböse Feind, wie ernst ers auch meint ...
> > Groß Macht und viel List, sein grausam Rüstung ist
..."
> >
> > Da hilft nur eins: Mit dem Tintenfass gegen den Teufel werfen, so wie
der
> > Verfasser obiger Zeilen, Martin Luther.
>
> Sobald der Satan Frank den Kopf in die Tür steckt fliegen die
schweren
> Zitatenbrocken.
In dieser Richtung haben ja schon andere, auch Linke, vorgedacht. Daher
die Zitate, Walter.
Daß die USA ihre Wirtschaftsinteressen, plakatiert als "Freiheit und
Demokratie", weltweit mit Aggressionskriegen durchsetzen, steht doch
außer Zweifel.
»Der Erhalt einer anständigen Weltordnung hängt vor allem von
der
amerikanischen Führung ab. Sowohl aus geostrategischen als auch aus
konstitutionellen Gründen sollten wir diese Führung (...) keiner uns
nicht rechenschaftspflichtigen supranationalen Körperschaft
abtreten.«
Und Präsident Bush II. droht in seiner Rede zur Lage der Nation:
»Die
Männer und Frauen unserer Luftwaffe haben eine Botschaft überbracht,
die
jetzt jeder Feind der Vereinigten Staaten versteht (...)
Autor: Walter Scherer (2004-03-01 12:39:30)
Frank Bügel wrote:
> Daß die USA ihre Wirtschaftsinteressen, plakatiert als
"Freiheit und
> Demokratie", weltweit mit Aggressionskriegen durchsetzen, steht doch
> außer Zweifel.
Für Dich auf jeden Fall. Ich seh zur Zeit durchaus einen
Aggressionskrieg, aber das ist für die Amis was Neues. In der
Vergangenheit hat die USA lediglich Gelegenheiten zur Expansion genutzt.
Zum Teil wurden sie regelrecht eingeladen. Heute erlügen sie sich die
Gelegenheiten selber.
> »Der Erhalt einer anständigen Weltordnung hängt vor allem
von der
> amerikanischen Führung ab. Sowohl aus geostrategischen als auch aus
> konstitutionellen Gründen sollten wir diese Führung (...) keiner
uns
> nicht rechenschaftspflichtigen supranationalen Körperschaft
abtreten.«
>
> Und Präsident Bush II. droht in seiner Rede zur Lage der Nation:
»Die
> Männer und Frauen unserer Luftwaffe haben eine Botschaft
überbracht, die
> jetzt jeder Feind der Vereinigten Staaten versteht (...)
Autor: "Frank Bügel" (2004-03-01 15:20:07)
Walter Scherer schrieb:
> Frank Bügel wrote:
> > Daß die USA ihre Wirtschaftsinteressen, plakatiert als
"Freiheit und
> > Demokratie", weltweit mit Aggressionskriegen durchsetzen, steht
doch
> > außer Zweifel.
>
> Für Dich auf jeden Fall. Ich seh zur Zeit durchaus einen
> Aggressionskrieg, aber das ist für die Amis was Neues.
Nicht, wenn Du Dir die Kriegsziele der USA seit 1917 anschaust:
"Wilson erklärte bei Kriegsbeginn vor dem US-Parlament, die
Kriegsziele
seien: "...to *fight for the ultimate peace of the world and for
the liberation of its peoples*, the German people included..." ...
Wilson hat mit der Durchsetzung der Pariser Friedensdiktate gezeigt, daß
seine edlen Ziele und humanitären Absichten nur vorgetäuscht
waren."
http://www.mehr-freiheit.de/staat/wilson.html
Gleiches wurde für den Irak in verlogener Weise wieder vorgebracht wie
auch schon im 2. Weltkrieg. Faktisch aber wurde das US-Wirtschaftssystem
exportiert und politisch Verbündete bzw. Vasallen geschaffen.
> In der
> Vergangenheit hat die USA lediglich Gelegenheiten zur Expansion genutzt.
> Zum Teil wurden sie regelrecht eingeladen. Heute erlügen sie sich die
> Gelegenheiten selber.
>
> > »Der Erhalt einer anständigen Weltordnung hängt vor
allem von der
> > amerikanischen Führung ab. Sowohl aus geostrategischen als auch
aus
> > konstitutionellen Gründen sollten wir diese Führung (...)
keiner uns
> > nicht rechenschaftspflichtigen supranationalen Körperschaft
abtreten.«
> >
> > Und Präsident Bush II. droht in seiner Rede zur Lage der Nation:
»Die
> > Männer und Frauen unserer Luftwaffe haben eine Botschaft
überbracht, die
> > jetzt jeder Feind der Vereinigten Staaten versteht (...)