Tschechien droht den Niederlanden mit reziproken Maßnahmen
Autor: "Donald" (2004-02-18 00:28:28)
http://derstandard.at/
Tschechien droht den Niederlanden mit reziproken Maßnahmen
Bei Schutz des Arbeitsmarktes - Spidla: "Wie man in den Wald ruft, so
schallt es zurück"
Prag - Der tschechische Ministerpräsident Vladimir Spidla hat am
Montag den EU-Staaten reziproke Maßnahmen im Bereich des Schutzes des
Arbeitsmarktes angedroht. Spidla tat dies auf einer Pressekonferenz mit
seinem niederländischen Amtskollegen Jan Peter Balkenende in Prag. Damit
reagierte er auf die jüngste Ankündigung der Niederlande, nun doch -
trotz
früherer Versprechungen, die Freizügigkeit der Arbeitskräfte aus
den
Beitrittsstaaten sofort nach der EU-Erweiterung zu ermöglichen - bestimmte
Schutzmaßnahmen treffen zu wollen.
"Es gilt das Prinzip: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es
zurück", antwortete Spidla ohne weitere Einzelheiten auf die Frage,
ob
Tschechien auf dieselbe Weise gegenüber den Niederlanden vorgehen werde.
Gegenüber Balkenende habe er den Beschluss der niederländischen
Regierung
vom vergangenen Freitag "verhältnismäßig deutlich
beanstandet".
Balkenende verteidigte sich mit den Worten, seine Regierung wisse, wie
sensibel dieses Thema für die Tschechen sei. Seit dem Versprechen, das vor
zwei Jahren sein Vorgänger Wim Kok gegeben habe, habe sich die Situation
jedoch verändert. Die illegale Einwanderung in die EU-Staaten habe
zugenommen und auch die ökonomische Situation habe sich verschlechtert.
Allerdings werde die niederländische Regierung die Schutzmaßnahmen
nach
einem Jahr - im Mai 2005 - überprüfen und eventuell aufheben, so
Balkenende.
(APA)
Autor: Erich Pfennig (2004-02-18 10:56:35)
On Wed, 18 Feb 2004 00:28:28 +0100, Donald wrote:
> Tschechien droht den Niederlanden mit reziproken Maßnahmen
> Bei Schutz des Arbeitsmarktes - Spidla: "Wie man in den Wald ruft, so
> schallt es zurück"
>
> Prag - Der tschechische Ministerpräsident Vladimir Spidla hat am
> Montag den EU-Staaten reziproke Maßnahmen im Bereich des Schutzes
des
> Arbeitsmarktes angedroht. Spidla tat dies auf einer Pressekonferenz mit
> seinem niederländischen Amtskollegen Jan Peter Balkenende in Prag.
Damit
> reagierte er auf die jüngste Ankündigung der Niederlande, nun
doch - trotz
> früherer Versprechungen, die Freizügigkeit der
Arbeitskräfte aus den
> Beitrittsstaaten sofort nach der EU-Erweiterung zu ermöglichen -
bestimmte
> Schutzmaßnahmen treffen zu wollen.
Wenn der Arbeitsmarkt in den Niederlanden für ausländische
Arbeitskräfte nicht aufnahmefähig ist, kann ich die Reaktion
Balkenendes
voll nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich die Reaktion Spidlas.
Sind die Tschechen denn so blauäugig, die doch ihr Land bezüglich
Zuzug
besonders aus Deutschland nach dem Beitritt abgeschottet haben, daß dies
nicht auch andere EU-Länder zu ähnlichen Maßnahmen animiert.
Erich
--
Erich Pfennig
http://www.alternativ.net/homes/pfennig#erich
Autor: Erich Pfennig (2004-02-18 10:56:35)
Autor: Erich Pfennig (2004-02-18 10:56:35)
On Wed, 18 Feb 2004 00:28:28 +0100, Donald wrote:
> Tschechien droht den Niederlanden mit reziproken Maßnahmen
> Bei Schutz des Arbeitsmarktes - Spidla: "Wie man in den Wald ruft, so
> schallt es zurück"
>
> Prag - Der tschechische Ministerpräsident Vladimir Spidla hat am
> Montag den EU-Staaten reziproke Maßnahmen im Bereich des Schutzes
des
> Arbeitsmarktes angedroht. Spidla tat dies auf einer Pressekonferenz mit
> seinem niederländischen Amtskollegen Jan Peter Balkenende in Prag.
Damit
> reagierte er auf die jüngste Ankündigung der Niederlande, nun
doch - trotz
> früherer Versprechungen, die Freizügigkeit der
Arbeitskräfte aus den
> Beitrittsstaaten sofort nach der EU-Erweiterung zu ermöglichen -
bestimmte
> Schutzmaßnahmen treffen zu wollen.
Wenn der Arbeitsmarkt in den Niederlanden für ausländische
Arbeitskräfte nicht aufnahmefähig ist, kann ich die Reaktion
Balkenendes
voll nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich die Reaktion Spidlas.
Sind die Tschechen denn so blauäugig, die doch ihr Land bezüglich
Zuzug
besonders aus Deutschland nach dem Beitritt abgeschottet haben, daß dies
nicht auch andere EU-Länder zu ähnlichen Maßnahmen animiert.
Erich
--
Erich Pfennig
http://www.alternativ.net/homes/pfennig#erich
Autor: "Donald" (2004-02-18 16:47:22)
Erich Pfennig wrote:
> On Wed, 18 Feb 2004 00:28:28 +0100, Donald wrote:
>
>
>> Tschechien droht den Niederlanden mit reziproken Maßnahmen
>> Bei Schutz des Arbeitsmarktes - Spidla: "Wie man in den Wald
ruft, so
>> schallt es zurück"
>>
>> Prag - Der tschechische Ministerpräsident Vladimir Spidla hat am
>> Montag den EU-Staaten reziproke Maßnahmen im Bereich des
Schutzes des
>> Arbeitsmarktes angedroht. Spidla tat dies auf einer Pressekonferenz
>> mit seinem niederländischen Amtskollegen Jan Peter Balkenende in
>> Prag. Damit reagierte er auf die jüngste Ankündigung der
>> Niederlande, nun doch - trotz früherer Versprechungen, die
>> Freizügigkeit der Arbeitskräfte aus den Beitrittsstaaten
sofort nach
>> der EU-Erweiterung zu ermöglichen - bestimmte
Schutzmaßnahmen
>> treffen zu wollen.
>
> Wenn der Arbeitsmarkt in den Niederlanden für ausländische
> Arbeitskräfte nicht aufnahmefähig ist, kann ich die Reaktion
> Balkenendes voll nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich die
> Reaktion Spidlas. Sind die Tschechen denn so blauäugig, die doch ihr
> Land bezüglich Zuzug besonders aus Deutschland nach dem Beitritt
> abgeschottet haben, daß dies nicht auch andere EU-Länder zu
ähnlichen
> Maßnahmen animiert.
>
> Erich
Hallo Erich,
Der Kommunismus hat die Leut dazu erzogen, zu nehmen wo es ist. So einfach.
Am Ende war nicht mehr viel da.
Gruss, Oli
Autor: "Klaus-Peter Studer" (2004-02-18 20:06:17)
"Donald"
> Der Kommunismus hat die Leut dazu erzogen, zu nehmen wo es ist. So
einfach.
> Am Ende war nicht mehr viel da.
Und der Kapitalismus erzieht zur Nächstenliebe.
Vor allem erzieht er zu einer Natur nahen
Weltsicht. Die Starken fressen, die Schwachen
werden gefressen.
Jedem wie er es verdient. Die Reichen haben
das Recht zu raffen, raffen, raffen.
Die Arbeiter und die Armen haben nichts
anderes verdient, als ihr kümerliches Einkommen.
Im Gegenteil: Egal wie wenig es ist, es ist immer
zu viel.
Klaus
Autor: "Donald" (2004-02-18 23:46:08)
Klaus-Peter Studer wrote:
> "Donald"
>
>> Der Kommunismus hat die Leut dazu erzogen, zu nehmen wo es ist. So
>> einfach. Am Ende war nicht mehr viel da.
>
> Und der Kapitalismus erzieht zur Nächstenliebe.
> Vor allem erzieht er zu einer Natur nahen
> Weltsicht. Die Starken fressen, die Schwachen
> werden gefressen.
> Jedem wie er es verdient. Die Reichen haben
> das Recht zu raffen, raffen, raffen.
> Die Arbeiter und die Armen haben nichts
> anderes verdient, als ihr kümerliches Einkommen.
> Im Gegenteil: Egal wie wenig es ist, es ist immer
> zu viel.
>
> Klaus
Der Kapitalismus lehrt uns, dass man Geld fressen kann und dass hinten noch
mehr rauskommt.