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Präsident Sarkozy sagt überraschend seinen Polen-Besuc h ab

Autor: "de.soc.politik.misc" (2008-04-27 11:18:31)

Präsident Sarkozy sagt überraschend seinen Polen-Besuch ab

Schade dass Polen keine "Tusk-Zwillinge" hat....

(www.polskaweb.eu)

Die Spitze der französischen Politik, wie Präsident Sarkozy, Premier
Francois Fillon und mindestens sechs seiner Minister wollten eigentlich am
Mittwoch den 23. April zu einem großen Besuch in Polen eintreffen, doch wer
heute am Flughafen in Warschau wartete, wurde überraschend enttäuscht, denn
Nikolas Sarkozy hat diese bedeutende Reise wegen der innerpolitischen Krise
zwischen dem Präsidenten Lech Kaczynski und der Regierung unter Donald Tusk
kurzfristig abgesagt, schreibt die angesehene Pariser Tageszeitung "Le
Figaro". Das Blatt behauptet auch, dass der geplante Besuch der
französischen Spitze protokollmäßig der polnischen Regierung überhaupt nicht
gefalle, da die Franzosen überwiegend mit Präsident Kaczynski verhandeln
wollen, anstatt mit Tusk - und dies würde ja im Ergebnis am Ende doch nicht
viel bringen. Einen neuen Termin soll es nach Angaben von
"Le Figaro" noch nicht geben. Aus Warschau heisst es dagegen, dass bereits
ein neuer Termin für den 9. Mai zwischen den beiden Regierungen fixiert
worden sei, doch sei man nun davon überzeugt, dass nur noch eine
"abgespeckte Delegation" dann in Polen eintreffen würde, da die Franzosen
wegen der "Kaczynski-Tusk-Spannungen" sehr aufgebracht seien.

Die innerpolitischen Streitigkeiten in Warschau geben allerdings den
Franzosen Recht, denn erst in den letzten Tagen hat es in Warschau wieder
kräftig gekracht, als Aussenminister Sikorski den polnischen Botschafter in
Argentinien abberief, ohne die hierzu vorschriftsmäßige Unterschrift
des Präsidenten einzuholen.

Am Tage darauf mischte sich sogar Präsident Kaczynski, ohne Wissen seiner
Regierung, in den aktuellen Kaukasus-Konflikt um Georgien, Abchasien und
Russland ein, was im Ergebnis nur den Zorn Putins hervorrief, der dann dem
Flugzeug des polnischen Präsidenten auf dem Wege nach Tiflis (Georgien)
einfach den Überflug verweigerte (sic!).

Die Abberufung des Botschafters aus Buenos Aires war offensichtlich
"notwendig", da der Botschafter zu sehr katholisch war/ist, und "Radio Maria"
unterstütze, Kaczynskis Georgien-Mission allerdings weniger, da Polen als
Nato-Mitglied sich nicht dinglich an den Krisenherden dieser Welt bewegen
sollte, ohne hierzu vorab grünes Licht aus Brüssel bekommen zu haben.

Meist sind es auch die Alleingänge des Präsidenten, welche die größten
Verstimmungen bei der Regierung hervorrufen und auch viele Bürger sehen in
Lech Kaczynski eine Bremse für die positive Entwicklung des Landes. Die
Sprecher des französischen und polnischen Präsidenten haben am Vormittag
bedauert, dass die heutigen Gespräche zwischen Frankreich und Polen nicht
stattfanden und nannten terminliche Schwierigkeiten (!!!) als Grund für die
Sarkozy Absage an.

Es gibt keinen Grund, dem "Le Figaro" Artikel, in Bezug auf das Motiv
Sarkozys für die Absage seiner Polenreise, keinen Glauben zu schenken. Es
gibt aber auch andere Vermutungen, demnach soll der eigentliche Grund für
die kurzfristige Absage des französischen Präsidenten eines so wichtigen
Termins für beide Länder, der Alleingang Kaczynskis in der nach Krieg
riechenden Kaukasus-Region sein. Die gefährliche Mission des polnischen
Präsidenten Kaczynski könnte dieses Mal weniger der Europäischen Union aber
der Nato als Bündnispartner Polens ein Problem einbringen, dessen Eskalation
nicht auszuschliessen ist.

Und dann fragt man sich doch ernsthaft, was denn der Nordatlantische
Verteidigungspakt machen wird, wenn ein Präsident Putin mal zur Abwechslung
nicht eine georgische Drohne vom Typ "Hermes" in Abchasien, wie schon
zweimal innerhalb eines Monats geschehen, sondern eine F-16 von deren
Bündnispartner Polen über der Ostsee abschiessen ließe, weil Kaczynski ihn
bis zur Weißglut gereizt hat. Paris will keine Probleme und auch keine
"Problem-Partner", denn nur zu gut ist noch in den Köpfen der Franzosen
konserviert, dass Frankreich durch die Bündnistreue zu Polen im Zweiten
Weltkrieg in einen verheerenden Krieg gezogen wurde, den es selbst gar nicht
wollte, der erst einmal in einer katastrophalen militärischen Niederlage
Frankreichs endete. Die neue große französisch-polnische Initiative zu
Gemeinsamkeiten wird nun vermutlich erst einmal für längere Zeit auf Eis
landen. Schade, dass Polen keine "Tusk-Zwillinge" hat...


Quelle: "Polskaweb News" - 23.04.2008

http://www.news4press.com/Sarkozy-trifft-ueberraschend-nicht-zu-Polen--Besuch-einN 350838.html

"Polskaweb News"
Redaktion
PL - 61-488 Poznan (Posen)
Polen / Polska

Autor: "de.soc.politik.misc" (2008-04-27 11:18:31)




Autor: "de.soc.politik.misc" (2008-04-27 11:18:31)

Präsident Sarkozy sagt überraschend seinen Polen-Besuch ab

Schade dass Polen keine "Tusk-Zwillinge" hat....

(www.polskaweb.eu)

Die Spitze der französischen Politik, wie Präsident Sarkozy, Premier
Francois Fillon und mindestens sechs seiner Minister wollten eigentlich am
Mittwoch den 23. April zu einem großen Besuch in Polen eintreffen, doch wer
heute am Flughafen in Warschau wartete, wurde überraschend enttäuscht, denn
Nikolas Sarkozy hat diese bedeutende Reise wegen der innerpolitischen Krise
zwischen dem Präsidenten Lech Kaczynski und der Regierung unter Donald Tusk
kurzfristig abgesagt, schreibt die angesehene Pariser Tageszeitung "Le
Figaro". Das Blatt behauptet auch, dass der geplante Besuch der
französischen Spitze protokollmäßig der polnischen Regierung überhaupt nicht
gefalle, da die Franzosen überwiegend mit Präsident Kaczynski verhandeln
wollen, anstatt mit Tusk - und dies würde ja im Ergebnis am Ende doch nicht
viel bringen. Einen neuen Termin soll es nach Angaben von
"Le Figaro" noch nicht geben. Aus Warschau heisst es dagegen, dass bereits
ein neuer Termin für den 9. Mai zwischen den beiden Regierungen fixiert
worden sei, doch sei man nun davon überzeugt, dass nur noch eine
"abgespeckte Delegation" dann in Polen eintreffen würde, da die Franzosen
wegen der "Kaczynski-Tusk-Spannungen" sehr aufgebracht seien.

Die innerpolitischen Streitigkeiten in Warschau geben allerdings den
Franzosen Recht, denn erst in den letzten Tagen hat es in Warschau wieder
kräftig gekracht, als Aussenminister Sikorski den polnischen Botschafter in
Argentinien abberief, ohne die hierzu vorschriftsmäßige Unterschrift
des Präsidenten einzuholen.

Am Tage darauf mischte sich sogar Präsident Kaczynski, ohne Wissen seiner
Regierung, in den aktuellen Kaukasus-Konflikt um Georgien, Abchasien und
Russland ein, was im Ergebnis nur den Zorn Putins hervorrief, der dann dem
Flugzeug des polnischen Präsidenten auf dem Wege nach Tiflis (Georgien)
einfach den Überflug verweigerte (sic!).

Die Abberufung des Botschafters aus Buenos Aires war offensichtlich
"notwendig", da der Botschafter zu sehr katholisch war/ist, und "Radio Maria"
unterstütze, Kaczynskis Georgien-Mission allerdings weniger, da Polen als
Nato-Mitglied sich nicht dinglich an den Krisenherden dieser Welt bewegen
sollte, ohne hierzu vorab grünes Licht aus Brüssel bekommen zu haben.

Meist sind es auch die Alleingänge des Präsidenten, welche die größten
Verstimmungen bei der Regierung hervorrufen und auch viele Bürger sehen in
Lech Kaczynski eine Bremse für die positive Entwicklung des Landes. Die
Sprecher des französischen und polnischen Präsidenten haben am Vormittag
bedauert, dass die heutigen Gespräche zwischen Frankreich und Polen nicht
stattfanden und nannten terminliche Schwierigkeiten (!!!) als Grund für die
Sarkozy Absage an.

Es gibt keinen Grund, dem "Le Figaro" Artikel, in Bezug auf das Motiv
Sarkozys für die Absage seiner Polenreise, keinen Glauben zu schenken. Es
gibt aber auch andere Vermutungen, demnach soll der eigentliche Grund für
die kurzfristige Absage des französischen Präsidenten eines so wichtigen
Termins für beide Länder, der Alleingang Kaczynskis in der nach Krieg
riechenden Kaukasus-Region sein. Die gefährliche Mission des polnischen
Präsidenten Kaczynski könnte dieses Mal weniger der Europäischen Union aber
der Nato als Bündnispartner Polens ein Problem einbringen, dessen Eskalation
nicht auszuschliessen ist.

Und dann fragt man sich doch ernsthaft, was denn der Nordatlantische
Verteidigungspakt machen wird, wenn ein Präsident Putin mal zur Abwechslung
nicht eine georgische Drohne vom Typ "Hermes" in Abchasien, wie schon
zweimal innerhalb eines Monats geschehen, sondern eine F-16 von deren
Bündnispartner Polen über der Ostsee abschiessen ließe, weil Kaczynski ihn
bis zur Weißglut gereizt hat. Paris will keine Probleme und auch keine
"Problem-Partner", denn nur zu gut ist noch in den Köpfen der Franzosen
konserviert, dass Frankreich durch die Bündnistreue zu Polen im Zweiten
Weltkrieg in einen verheerenden Krieg gezogen wurde, den es selbst gar nicht
wollte, der erst einmal in einer katastrophalen militärischen Niederlage
Frankreichs endete. Die neue große französisch-polnische Initiative zu
Gemeinsamkeiten wird nun vermutlich erst einmal für längere Zeit auf Eis
landen. Schade, dass Polen keine "Tusk-Zwillinge" hat...


Quelle: "Polskaweb News" - 23.04.2008

http://www.news4press.com/Sarkozy-trifft-ueberraschend-nicht-zu-Polen--Besuch-einN 350838.html

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