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Die Alten sind unser Übel?

Autor: Marcel Richter (2008-04-23 19:04:57)

Traurige Realität: Die Alten, die es früher als junge Leute in ALLEN
BEREICHEN, wie schnell guten Beruf finden und sehr, sehr wenig für
Rente einzahlen um nun "im Verhältnis zu heute viel" Rente* zu
bekommen, deutlich besser hatten, werden heute auch noch mehr
unterstützt. Von der jetzigen Jugend, die es überall schwerer hat,
wird neben allen Nachteilen z.B. frech verlangt, man müsse schon
teure Privatrenten (am Besten mehrere!) abschließen, um später eine
fast so gute Rente zu bekommen.

Wieso? Als große Wählergruppe sind sie für die Politiker sehr wichtig,
besonders da die Jugend nicht mehr propagandistisch durch die
Massenmedien kontrollierbar ist und sich verstärkt im freien Netz aus
unterschiedlichen, nicht gleichgeschalteten Informationsquellen
informiert. Nur durch die Alten, die einfach durch die Massenmedien &
Propagandamaschinen von Gestern zu kontrollieren sind ("Merkel sieht
doch hübsch aus, die wähl ich!", "Von Merkel kommt fast nur super
Gutes im TV, die wähl ich!"), können sich die derzeitigen Politiker
noch einige Zeit halten.

"Die neuen Alten", in nicht so ferner Zukunft, werden die besser
Informierten sein. Passend zum Politiker-Theater der Rentenerhöhung um
sich die "Alten Stimmen" bei der Bundestagswahl nächstes Jahr zu
sichern, machen die ÖR gerade eine Senioren-Woche ("Mehr Zeit zum
Leben") in allen Radio- und TV-Programmen der ARD. Wundert das? Die
Politiker finanzieren und halten das GEZ-ÖR-System am Leben.

* Klar trifft das a) nicht auf ALLE zu und b) meckern trotzdem Viele.
Was nicht die Realität verfälscht, dass sie es so gut haben, wie
keine der Generationen nach ihnen. Die finanzieren alle die heutigen
Alten und da geht deren Geld für die Alten "drauf".


--
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Autor: Volker Wollny (2008-04-23 19:30:30)

Marcel Richter wrote:

> Wieso? Als große Wählergruppe sind sie für die Politiker sehr wichtig,
> besonders da die Jugend nicht mehr propagandistisch durch die
> Massenmedien kontrollierbar ist und sich verstärkt im freien Netz aus
> unterschiedlichen, nicht gleichgeschalteten Informationsquellen
> informiert.

Wollte Gott, es wäre so! Leider sehe ich immer nur junge Leute, die es
keinen Meter weit blicken, spießiger und verdummter sind als so mancher,
der, wie ich z.B., bereits hart an der Kalkrieselgrenze anstößt.

Grüßle

Volker
--
Des Jägers Ursprung liegt entfernt, dem Paradiese nah,
Da war kein Kaufmann, kein Soldat,
Kein Pfaff, kein Arzt noch Advokat
Doch Jäger waren da...

Autor: Volker Wollny (2008-04-23 19:30:30)




Autor: Volker Wollny (2008-04-23 19:30:30)

Marcel Richter wrote:

> Wieso? Als große Wählergruppe sind sie für die Politiker sehr wichtig,
> besonders da die Jugend nicht mehr propagandistisch durch die
> Massenmedien kontrollierbar ist und sich verstärkt im freien Netz aus
> unterschiedlichen, nicht gleichgeschalteten Informationsquellen
> informiert.

Wollte Gott, es wäre so! Leider sehe ich immer nur junge Leute, die es
keinen Meter weit blicken, spießiger und verdummter sind als so mancher,
der, wie ich z.B., bereits hart an der Kalkrieselgrenze anstößt.

Grüßle

Volker
--
Des Jägers Ursprung liegt entfernt, dem Paradiese nah,
Da war kein Kaufmann, kein Soldat,
Kein Pfaff, kein Arzt noch Advokat
Doch Jäger waren da...

Autor: Marcel Richter (2008-04-23 19:52:46)

Am Wed, 23 Apr 2008 19:30:30 +0200 schrieb Volker Wollny
:

>Wollte Gott, es wäre so! Leider sehe ich immer nur junge Leute, die es
>keinen Meter weit blicken, spießiger und verdummter sind als so mancher,
>der, wie ich z.B., bereits hart an der Kalkrieselgrenze anstößt.

Die meisten der heutigen Alten sahen in den 50er/60ern z.B. bestimmt
auch fast nie Tagesschau (bzw. hörten Radionachrichten) und lasen
selten Zeitung.

Im Verhältnis zur "Informiertheit" der Alten damals, gibt es heute
mehr und unglaublich besser, vielfältiger Informierte in der Jugend.
Früher fehlten alleine die Mittel dazu. Das Internet bietet mehr
Wissen, als man damals in einzelnen Archiven fand, die kaum Leute
besuchen durften/wollten.

Es ist nie die Masse. Die Masse sucht immer nur nach einigen Wenigen,
die ihnen sagen, was zu tun sowie wer/was/wieso GUT & BÖSE ist. Wenige
davon gibt es heute? Stimmt, jedoch immer noch mehr als damals, die
zudem viel mehr wissen.

-> Psychologie der Massen (Gustave Le Bon) -> Buchtipp!


--
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Autor: "Otto Huber" (2008-04-23 20:24:39)

"Volker Wollny" schrieb im Newsbeitrag
news:funrnj$7jd$01$1@news.t-online.com...
> Marcel Richter wrote:
>
>> Wieso? Als große Wählergruppe sind sie für die Politiker sehr wichtig,
>> besonders da die Jugend nicht mehr propagandistisch durch die
>> Massenmedien kontrollierbar ist und sich verstärkt im freien Netz aus
>> unterschiedlichen, nicht gleichgeschalteten Informationsquellen
>> informiert.
>
> Wollte Gott, es wäre so! Leider sehe ich immer nur junge Leute, die es
> keinen Meter weit blicken, spießiger und verdummter sind als so mancher,
> der, wie ich z.B., bereits hart an der Kalkrieselgrenze anstößt.

Egal ob jung oder alt, die meisten Leute wollen, trotz besseren Wissens,
weiter in ihrer rosaroten Welt leben. Solange man noch einen guten Job hat,
und wer den hat, verdient meistens noch sehr gut, kann man bequem die
Realität ausblenden.
Deshalb kann die neoliberale Bärtelsfrau-Propaganda-Maschinerie immer noch
fest mit über 80% Boders jeden Alters (7-80 Jahre) rechnen. Die restlichen
20% werden einfach von der Masse "erdrückt".

Autor: Wolfgang Kieckbusch (2008-04-23 12:06:41)

On 23 Apr., 19:04, Marcel Richter wrote:
> Die Alten sind unser

Autor: "Andre Sokolew" (2008-04-23 21:06:46)

"Otto Huber" schrieb:

> Deshalb kann die neoliberale Bärtelsfrau-Propaganda-Maschinerie immer noch
> fest mit über 80% Boders jeden Alters (7-80 Jahre) rechnen. Die restlichen
> 20% werden einfach von der Masse "erdrückt".

Das stimmt. Leider.

Man könnte fast zweifeln, ob diese Diktatur der Mehrheit eine vernünftige
Form der Demokratie ist...

Andre

Autor: Marcel Richter (2008-04-23 21:14:25)

Am Wed, 23 Apr 2008 20:24:39 +0200 schrieb "Otto Huber"
:

>Egal ob jung oder alt, die meisten Leute wollen, trotz besseren Wissens,
>weiter in ihrer rosaroten Welt leben. Solange man noch einen guten Job hat,
>und wer den hat, verdient meistens noch sehr gut, kann man bequem die
>Realität ausblenden.
>Deshalb kann die neoliberale Bärtelsfrau-Propaganda-Maschinerie immer noch
>fest mit über 80% Boders jeden Alters (7-80 Jahre) rechnen. Die restlichen
>20% werden einfach von der Masse "erdrückt".

Das ist gerade am Zerfallen. Immer mehr Leute sind oder werden arm und
wachen auf, merken, wo da was nicht stimmt. Die Anzahl der Armen und
Reichen steigt, der wichtige Mittelstand verschwindet mit der Zeit
fast ganz. Der Gesamtanteil und die Gesamtanzahl der Armen ist eine
Kurve nach oben.

Da der Mittelstand die breite Basis aller Politik war, wird es für die
Herrschenden gefährlich und das WISSEN SIE! Deswegen sind sie dabei
einen totalitären Staat zu konstruieren um sich gegen die Bürger zu
schützen. Diese müssen gut überwacht und kontrolliert werden...


--
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Autor: "Andre Sokolew" (2008-04-23 21:15:30)

"Wolfgang Kieckbusch" schrieb:

> Die Rentner, die hier, wo ich wohne, die Insel bevölkern,
> haben [..] es im Leben einfach geschickt angefangen!
> Die meisten sind, wie ich selbst, gar nicht auf die Sozialrente
> angewiesen.

Wie schön für Dich und die Rentner um Dich herum.
Herzlichen Glückwunsch!

Andre

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