Autor: Norman (2006-07-31 22:54:38)
Versuchsfeld Gaza
Palästinensischer Arzt beschuldigt Israel
31.07.2006
Am Montag stand der palästinensische Azrt Dr. Juma al-Saqqa, der
stellvertretende Direktor des Al-Shifa-Krankenhauses in Gaza, Besuchern
der Website IslamOnline für Fragen zur Verfügung. In seinen Antworten
beschuldigte er das israelische Militär offen, neuartige und
nicht-konventionelle Waffen im Gaza-Streifen einzusetzen beziehungsweise
zu erproben.
Nach der Wirkung der eingesetzten Waffen gefragt antwortete der Arzt:
"Wir befassen uns mit der Wirkung der Waffen, also kann ich sagen,
daß
sie neuerdings eingesetzt werden. Sie verursachen schwere Schäden und
Verbrennungen im Gewebe bis hinunter zu den Knochen. Sie verursachen
auch Zersplitterung in den Körpern der Märtyrer als auch das
Schmelzen
von Gewebe mit Entstellung der verletzten Menschen. Diese Waffen könnten
Phosphor-basiert oder Laser-Energie sein."
"Wirklich, die Israelis benutzen unbekannte Arten von Waffen, die sehr
gefährlich sind. Diese Waffen, wie ich schon zuvor erwähnte, haben
giftige und radioaktive Materialien. Zusätzlich enthalten sie
Schrapnells, die kleiner als ein Stecknadelkopf sind. Wir können diese
Schrapnells in den Körpern der Verletzten nicht verfolgen, aber sie
verursachen im Körper schwere Verbrennungen", sagte er.
Zwar sei bereits bei den ersten Bombardements durch das israelische
Militär das kriminologische Labor zerstört worden, so daß eine
genauere
Untersuchung der eingesetzten Waffen nicht möglich sei, alle
entsprechenden Fälle würden aber detailliert dokumentiert, so
al-Saqqa
weiter. Wiederholt seien Aufrufe an internationale Organisationen
herausgegeben worden, in den Gaza-Streifen zu kommen und die gesammelten
Beweise selbst zu untersuchen, bisher verhallten diese Aufrufe
allerdings ungehört.
Eine Behandlung der durch die Waffen verursachten Verletzungen - die
häufig zur Amputation von Gliedmaßen führen - wird durch die
Zerstörung
der Stromversorgung durch das israelische Militär weiter verschärft.
Zwar besitzt das Krankenhaus auch Notstromgeneratoren, diese seien aber
nicht in der Lage, das ganze Krankenhaus mit ausreichend Strom zu
versorgen. Außerdem sei die Versorgung mit dem zu ihren Betrieb
notwendigen Diesel schwierig aufrechtzuerhalten, da Israel Lieferungen
in den Gaza-Streifen erschwert. "Auch tun Israel und die USA ihr bestes,
um die Lieferung von Medikamenten in die Krankenhäuser in Gaza zu
erschweren. Dies verschlimmert die Situation", sagte al-Saqqa.
Al-Saqqa zufolge findet sich auf einigen der in Opfern gefundenen
Splitter die Aufschrift "TEST". Sollte dies zutreffen, so wäre
es ein
klarer Hinweis darauf, daß die Waffen aus den USA - vermutlich zur
Erprobung - an Israel geliefert wurden, da das israelische Militär seine
Waffen für gewöhnlich in hebräisch beschriftet.
Nicht nur bei Angriffen direkt verletzte Menschen, sondern auch
anscheinend unverletzte Umstehende sind von der Wirkung der Waffen nach
Aussage des Arztes betroffen. "Zuerst betrifft es die verletzten
Menschen, dann die Menschen die vor Ort waren, sie leiden später an der
Wirkung. Ein weiteres bedeutendes und schweres Problem ist, daß
verletzte Patienten, die einen stabilen Zustand erreichen, so ein oder
zwei Tage bleiben, dann verschlechtert sich ihr Zustand und manchmal
sterben sie. Was ist der Grund? Wir wissen es nicht. Wir haben versucht,
den Grund für die plötzlichen Tode zu untersuchen, aber wir konnten
ihn
nicht herausfinden", so der Arzt.
Der Gaza-Streifen sei nur ein "Versuchsfeld", sagte er.
http://www.freace.de/artikel/200607/310706a.html