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Re: dspm = Zionisten-NG

Autor: Albrecht Kolthoff (2003-09-15 19:40:25)

Frank Bügel wrote:

>Albrecht Kolthoff schrieb:
>>
>> Frank Bügel wrote:
>>
>> >Albrecht Kolthoff schrieb:
>> >>
>> >> Frank Bügel wrote:
>> >>
>> >> [...]
>> >>
>> >> >Der Zionismus hat ebenso
>> >> >anteilig das Blut von zwei Weltkriegen an seinen Fingern kleben, weil er
>> >> >zweimal für das Eingreifen der USA in beide Kriege gesorgt hat.
>> >>
>> >> Das ist falsch, denn für den Eintritt der USA in den 1. Weltkrieg ist das
>> >> Deutsche Reich verantwortlich [1] ebenso wie für den Eintritt der USA in
>> >> den 2. Weltkrieg, der durch die Kriegserklärung des Dritt3en Reiches an die
>> >> USA zustande kam.
>> >>
>> >> [1] http://groups.google.com/groups?selm=SSYPC8D64722%40sisyphus.ping.de
>> >> http://groups.google.com/groups?selm=SSYPCF0538AB%40sisyphus.ping.de
>> >
>> >1. Wk, Samuel Landman:
>> >
>> >"Die Tatsache, daß es die jüdische Hilfe war, die die USA auf der Seite
>> >der Alliierten in den Krieg brachte,
>>
>> ist allerdings keine Tatsache, sondern ausschließlich eine Behauptung.
>
>Die in Versailles öffentlich wurde

Aha, da wurde also die Zimmermann-Depesche als jüdische Tat entlarvt.

Wo kann man das nachlesen?

[...]

--
Albrecht Kolthoff

Autor: Albrecht Kolthoff (2003-09-15 19:40:25)

Frank Bügel wrote:

>Albrecht Kolthoff schrieb:
>
>[...]
>
>> Diese Rehabilitation durch das Berufungsgericht wird regelmäßig von dnenen
>> unterschlagen, die ein Interesse daran haben, Zionisten eine Kollaboration
>> mit den Nazis vorzuwerfen: das waren damals in Israel die rechten
>> Oppositionsparteien, angeführt von Begin und Co., und das sind heute
>> Antisemiten, die Juden die Schuld am Judenmord der Nazis in die Schuhe
>> schieben wollen.
>
>Das tat ich nun wiederum nicht.

Lügel hat einen Text zitiert, in dem die Rehabilitation Kastners und damit
die Haltlosigkeit des Vorwurfes unterschlagen wird, Zionisten hätten Juden
in Europa "geopfert".

Den gleichen Kram hatte er bereits vor über einem halben Jahr angebracht und
ist schon damals korrigiert worden; siehe:
Message-ID:

Aber so sind die braunen Kameraden: mal etwas sacken lassen und dann
unverdrossen die gleichen Lügen wiederholen.

[...]

--
Albrecht Kolthoff

Autor: Albrecht Kolthoff (2003-09-15 19:40:25)




Autor: Albrecht Kolthoff (2003-09-15 19:40:25)

Frank Bügel wrote:

>Albrecht Kolthoff schrieb:
>
>[...]
>
>> Diese Rehabilitation durch das Berufungsgericht wird regelmäßig von dnenen
>> unterschlagen, die ein Interesse daran haben, Zionisten eine Kollaboration
>> mit den Nazis vorzuwerfen: das waren damals in Israel die rechten
>> Oppositionsparteien, angeführt von Begin und Co., und das sind heute
>> Antisemiten, die Juden die Schuld am Judenmord der Nazis in die Schuhe
>> schieben wollen.
>
>Das tat ich nun wiederum nicht.

Lügel hat einen Text zitiert, in dem die Rehabilitation Kastners und damit
die Haltlosigkeit des Vorwurfes unterschlagen wird, Zionisten hätten Juden
in Europa "geopfert".

Den gleichen Kram hatte er bereits vor über einem halben Jahr angebracht und
ist schon damals korrigiert worden; siehe:
Message-ID:

Aber so sind die braunen Kameraden: mal etwas sacken lassen und dann
unverdrossen die gleichen Lügen wiederholen.

[...]

--
Albrecht Kolthoff

Autor: "Frank Bügel" (2003-09-15 20:35:46)

Albrecht Kolthoff schrieb:

[...]

> >> >1. Wk, Samuel Landman:
> >> >
> >> >"Die Tatsache, daß es die jüdische Hilfe war, die die USA auf der Seite
> >> >der Alliierten in den Krieg brachte,
> >>
> >> ist allerdings keine Tatsache, sondern ausschließlich eine Behauptung.
> >
> >Die in Versailles öffentlich wurde
>
> Aha, da wurde also die Zimmermann-Depesche als jüdische Tat entlarvt.

Höchstens als freimaurerisches Komplott gegen Deutschland.

> Wo kann man das nachlesen?

Versuche mal bei Ludendorff und Wolfgang Eggert.

--

Autor: "Frank Bügel" (2003-09-15 20:44:06)

Albrecht Kolthoff schrieb:
>
> Frank Bügel wrote:
>
> >Albrecht Kolthoff schrieb:
> >
> >[...]
> >
> >> Diese Rehabilitation durch das Berufungsgericht wird regelmäßig von dnenen
> >> unterschlagen, die ein Interesse daran haben, Zionisten eine Kollaboration
> >> mit den Nazis vorzuwerfen: das waren damals in Israel die rechten
> >> Oppositionsparteien, angeführt von Begin und Co., und das sind heute
> >> Antisemiten, die Juden die Schuld am Judenmord der Nazis in die Schuhe
> >> schieben wollen.
> >
> >Das tat ich nun wiederum nicht.
>
> Lügel hat einen Text zitiert, in dem die Rehabilitation Kastners und damit
> die Haltlosigkeit des Vorwurfes unterschlagen wird, Zionisten hätten Juden
> in Europa "geopfert".

Aber natürlich haben sie das. Deshalb gehst Du ja auf die anderen Ziate
nicht ein, sondern diffamierst wieder fleißig. Also nochmal:

-------------------snipp--------------------------------------------
Und zur pefiden Logik des Zionismus weißt Du nichts zusagen?

"If Europes Jews were saved, they would wish to go elsewhere and the
rescue operation would have nothing to do with the Zionist project of
conquering Palestine. ...

"Jabotinskys remarkable declaration in The Jewish War Front synthesizes
Zionist thought and its moral bankruptcy. The slaughter of the Jews gave
Zionism "great moral authority". - For what? "For calmly envisaging the
exodus of Arabs." http://www.marxists.de/middleast/schoenman/ch06.htm
------------------schnapp--------------------------------------------

Nun aber, Albi. Gib Dir endlich einen Ruck. Die Zionisten waren doch
höchst moralisch, oder? Chladek beschrieb ich die Dinge auch schon
einmal aus Sicht der amerikanischen Zionisten:

Im historischen Kontext kann die "Opferung" nur so erklärt werden:

"Dem Verdacht einer einseitigen Stellungnahme für jüdische Interessen
stellte er (Roosevelt, F.B.) seine offizielle Gleichgültigkeit gegenüber
jüdischen Flüchtlingen entgegen. Auf diese Weise gewann er auch Stimmen
in Kreisen, die sich fragten, ob Roosevelts Politik von Juden bestimmt
wurde. Viele unter ihnen kamen zu der Überzeugung, daß die
"faschistische fünfte Kolonne", d. h. die "Nazis" des BUNDES viel
gefährlicher waren als die Juden. Bis Weihnachten 1940 war die
Beeinflussung in der Hinsicht soweit gediehen, daß eine
pro-faschistische oder pro-deutsche Äußerung als Verrat galt und
Antisemitismus mit Faschismus bzw. Nazismus gleichgesetzt wurde." (Nora
Seligmann: "Deutschland

Autor: Albrecht Kolthoff (2003-09-15 21:29:54)

Erhard Sanio wrote:

>Albrecht Kolthoff schrieb:
>
>> Johannes Rohr wrote:
>
>> [...]
>
>> > Man
>> >könnte sich sogar fragen, ob Krymtschaken und Karaim nicht tatsächlich
>> >die einzigen real existierenden Überreste des Chasarenreichs sind.
>> Ich meine, so etwas im Zusammenhang mit den Karaim gehört zu haben, aber ich
>> könnte mich irren.
>
>Hmm, ich bin mir nicht sicher, ob die Karaim nicht eher mit den Charaern
>zu tun haben, einer den Talmud ablehnenden Abspaltung, die auf Anan ben
>David in Babylonien im 8. Jahrhundert zurueckgeht, und sowohl den Talmud
>als die rabbinische Tradition ablehnt und nur die Thora gelten laesst.
>
>Ich bin mir aber nicht sicher, ob die sich ans Schwarze Meer verirrt haben.

Jetzt wo du es sagst, fällt mir wieder ein, wo ich darüber gelesen hatte:
bei Leni Yahil, Die Shoah (München 1998). Ich stelle einfach mal den ganzen
Abschnitt hier rein (S.382f.); demnach wären Karaim = Charäer = Karäer.

============================================================================
(S.382)
Die Halbinsel Krim
Die Krim fiel im Oktober 1941 in deutsche Hand, mit Ausnahme von Sebastopol,
das von Mansteins Truppen erst am l. Juli 1942 einnahmen. Damals lebten
zwischen 50000 und 60000 Juden auf der Halbinsel, wovon um die 20000 in der
Landwirtschaft arbeiteten. Jüdische Bauerndörfer waren dort in den zwanziger
Jahren entstanden - mit Unterstützung der zionistischen Chaluzbewegungen,
die ihre eigenen Lehrbauernhöfe anlegten, und zwar mit Hilfe des JDC, das
mit Rückendeckung der sowjetischen Regierung eine großangelegte Ansiedlung
von in der Landwirtschaft tätigen Juden plante.58 Diese Siedlungen wurden
nach und nach in Kolchosen umgewandelt, von denen es 1938 sechsundachtzig
gab. Die städtischen Juden bestanden aus drei getrennten Gemeinschaften. Für
die Karäer war diese Region seit Jahrhunderten ihr Zentrum gewesen. Daneben
gab es die Krimtschaken, Juden, die tatarisch sprachen. Beide Gemeinschaften
behielten ihre eigene Identität bei. Während des Krieges kamen als dritte
Gruppe Flüchtlinge aus den westlichen Gebieten dazu, die sich in Sicherheit
zu bringen suchten und die Hoffnung hegten, daß die Deutschen nicht bis auf
die Krim vordringen würden.
Nach der russischen Revolution hatten sich einige Karäer, die als russische
Offiziere in der Weißen Armee gedient hatten, nach Deutschland
durchgeschlagen; sie lebten dort, als Hitler an die Macht kam. Als die
Rassengesetze erlassen wurden, wandten sie sich an die Behörden mit dem
Anspruch, daß diese für sie keine Geltung hätten. Und tatsächlich wurden sie
im Oktober 1938 offiziell davon unterrichtet, daß man sie nicht als Juden im
Sinne der Rassengesetze erachtete. Als nun die Einsatzgruppen zusammen mit
der Wehrmacht auf der Krim eintrafen, wurde erneut dieser Anspruch erhoben,
worauf die Deutschen um Weisungen von den Dienststellen in Berlin
nachsuchten, was mit den Karäern geschehen solle. Die frühere Ent-
(S.383)
scheidung wurde bestätigt. Die Deutschen befragten dazu sogar jüdische
Historiker wie Selig Kalmanowitch, der für sie in der YIVO-Bibliothek in
Wilna arbeitete, und Meir Balaban und Jizchak Schiffer, die damals noch in
Warschau lebten. Alle drei bestätigten, daß die Karäer der Rasse nach keine
Juden waren, wohl in der Hoffnung, sie dadurch zu retten. Bei den
Krimtschaken, die sich als von jüdischer Herkunft und Bekenner des
mosaischen Glaubens in der rabbinischen Tradition ansahen, waren die
Deutschen zu keiner Ausnahme bereit. Sie wurden zusammen mit den anderen
Juden ermordet. Die Tataren, die die Juden haßten, assistierten den
Deutschen bei ihrer Arbeit.59
Die Juden konzentrierten sich besonders in Kertsch, Simferopol und
Sebastopol. In Simferopol, der größten Stadt auf der Krim, waren 1941 20000
der 156000 Einwohner Juden. Knapp der Hälfte von ihnen gelang die Flucht,
aber 11000 wurden vom SD umgebracht. Gegenstände in gutem Zustand, die Juden
gehört hatten, seien Sanitätseinheiten der Wehrmacht übergeben worden, hieß
es in einem Bericht.60 Aus der Aussage eines russischen Augenzeugen erfahren
wir, daß die Deutschen die Juden zunächst einmal gründlich ausplünderten,
bevor sie sie exekutierten.
Weder die Juden noch die Russen scheinen erfaßt zu haben, welches Schicksal
die Juden erwartete. Am 11. Dezember 1941 ergingen Anweisungen, Juden und
Krimtschaken sollten sich, jede Gruppe für sich, versammeln, um an eine
Arbeitsstelle gebracht zu werden. Sie sollten Lebensmittel für eine Woche
mitnehmen, ihre Wohnungen würden konfisziert. An der Sammelstelle befahlen
die Deutschen, alle mitgebrachten Wertsachen abzuliefern; wer dem nicht
Folge leiste, werde erschossen. In der Mitte des Raums wurde ein Tuch
ausgebreitet, auf das die Juden alle Wertsachen warfen, die sie in ihren
Kleidern versteckt hatten. Dann transportierten sie Lastwagen zum
Exekutionsort.61
Die meisten jener Juden, die sich in den Wäldern, in Steinbrüchen oder in
den Dörfern zu verstecken versucht hatten, wurden von deutschen Suchtrupps,
denen die einheimische Bevölkerung im allgemeinen behilflich war,
aufgegriffen. Nach Berichten der Einsatzgruppen wurden zwischen dem 16.
November und dem 15. Dezember 1941 17 645 aschkenasische Juden und 2 504
Krimtschaken getötet. Überdies zählten die Meldungen 842 Zigeuner und 212
Kommunisten und Partisanen auf. Es ist anzunehmen, daß auch unter letzteren
Juden waren.62 In einer Meldung vom 22. Mai 1942 heißt es, daß bei allen
"Aktionen" zusammen insgesamt 6000 Krimtschaken getötet worden seien.
Bereits im April 1942 wurde die Krim jedoch für "judenrein" erklärt.
Freilich ist in Rechnung zu stellen, daß zu diesem Zeitpunkt Sebastopol noch
nicht besetzt war. Die Schätzungen über die Gesamtzahl jüdischer Opfer auf
der Krim bewegen sich zwischen 85 000 und 90000 Menschen.63
============================================================================

Links:
http://www.karaite-korner.org/

Laut dieser Quelle (Volkszählung 1989) gab es noch diese Bevölkerungszahlen
in der Ukraine:

Karaimen 1 404 (im Jahr 1994 noch 1230)
Krimtschaken ca. 1 000
http://www.ukraine-in-europa.at/Hintergrund/die minderheiten in der ukraine.htm

--
Albrecht Kolthoff

Autor: Johannes Rohr (2003-09-15 23:01:03)

Albrecht Kolthoff writes:

[...]

> Karaimen 1 404 (im Jahr 1994 noch 1230)

Nach Angaben der Assoziation der Krim-Karaim "Krymkarajlar" sind es
sogar noch weniger. Sie sprechen in einer Publikation aus dem Jahre
1999 von etwa 882 Angehörigen.

> Krimtschaken ca. 1 000

Die Vereinigung der Krymtschaken "Krymtschachlar" spricht von genau
1448 auf dem Gebiet der Ex-UdSSR, wovon aber nur 604 auf der Halbinsel
lebten.

Damit zählt selbst die Vereinigung der Koreaner auf der Krim mehr
Angehörige (1800).

Die kleinste Minderheit auf der heutigen Krim sind übrigens die
Tschetschenen (38 Personen), gefolgt von den Kareliern (72). Die
drittkleinste Minderheit bilden überraschenderweise die Italiener
(74).

Ciao,

Johannes

--
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