Autor: m.blumentritt@cl-hh.comlink.de (Martin Blumentritt) (2003-06-29 00:00:00)
Nr. 29
"Der Reichsarzt-SS Dr Grawitz,, der mit fast saemtlichen
Menschenexperimenten der SS zu tun hatte, ordnete 1942 die
Infizierung weiblicher Haeftlinge des KL Ravensbruecck mit
Staphylokokken, Gasbrandbazillen, Tetanusbazillen und
Erreger-Mischkulturen an, um die Heilwirkung von Sulfonamiden
festzustellen. Die Durchfuehrung uebernahm der Ordinarius fuer
Orthopaedische Chirugie der Universitaet Berlin und Chefarzt der
Heilanstalt Hohenlychen, Prof. Dr. Karl Gehardt, Freund und Leibarzt
Himmlers. Er liess die Operationen am meist polnischen Frauen durch
die SS-Aerzte Dr. Schiedlausky, Dr. Rosenthal, Dr. Ernst Fischer, Dr.
Herta Oberhueser vornehmen. Eine tatsaechliche verantwortliche
Ueberwachung erfolgte nicht. Infiziert wurden die Frauen, die nicht
erfuhren, welche Absichten man mit ihnen verfolgte, in allen Faellen
an den Unterschenkeln. Der Einschnitt ging, wie spaeter an den
vernarbten Wunden einiger weniger Ueberlebender ersichtlich war und
von Zeugen bestaetigt wurde, haeufigg bis zum Knochen. Mehrmals wurden
den Versuchspersonen ausser den Bakterienkulturen noch Holzteilchen
oder Holzsplitter und Glasscherben in die Wunden eingelegt. Rasch
vereiterten die Beine der Patientinnen. Die rein zur Beobachtung des
Krankheitsfortschritts nicht weiterbehandelten Opfer starben unter
graesslichen Schmerzen; aber auch von den uebrigen ueberlebte nur ein
geringer Teil. Jede dieser Versuchsreihen umfasste sechs bis zehn
Maedchen, die - in der Regel die schoensten! - aus einer groesseren
Anzahl ins Revier bestellter Frauen ausgesucht wurden."(Eugen Kogon,
Der SS-Staat, S. 198)
Zur Begruendung der Postings siehe den woechentlich versandten Text mit
dem Betreff: Nazis, ab in den sozialen Verachtungstod!!!