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Die IG Metall gibt auf

Autor: "andrea pintsch" (2003-06-28 23:53:31)

für die gewerkschaften der supergau.
sind sie ab jetzt überflüssig?

andrea

Autor: Daniel anarchistisch-kommunistischer Illuminat Weigelt (2003-06-29 05:55:07)

andrea pintsch schrieb:
>für die gewerkschaften der supergau.
>sind sie ab jetzt überflüssig?

Wir werden schon sehen, was wir davon haben. In Zukunft wird jeder
Arbeitskampf um ein Vielfaches erschwert sein.


mfG

Daniel

--
"IcH fInDe AuCh, dAsS eS nIcHt So WiChTig IsT, eInEn TeXt In KoRrEcKtEr
gRoSs- Und KlEiNsChReIbUnG zU vErFaSsEn, Da DiEs DeR LeSbArKeIt KaUm
AbBrUcH tUt..." (2001073190EFCC664D51FJoTM@kromm-at-home.de)
begin hp.vbs.txt newsleser001@morologie.de http://www.idiosynkrasie.de/ end

Autor: Daniel anarchistisch-kommunistischer Illuminat Weigelt (2003-06-29 05:55:07)




Autor: Daniel anarchistisch-kommunistischer Illuminat Weigelt (2003-06-29 05:55:07)

andrea pintsch schrieb:
>für die gewerkschaften der supergau.
>sind sie ab jetzt überflüssig?

Wir werden schon sehen, was wir davon haben. In Zukunft wird jeder
Arbeitskampf um ein Vielfaches erschwert sein.


mfG

Daniel

--
"IcH fInDe AuCh, dAsS eS nIcHt So WiChTig IsT, eInEn TeXt In KoRrEcKtEr
gRoSs- Und KlEiNsChReIbUnG zU vErFaSsEn, Da DiEs DeR LeSbArKeIt KaUm
AbBrUcH tUt..." (2001073190EFCC664D51FJoTM@kromm-at-home.de)
begin hp.vbs.txt newsleser001@morologie.de http://www.idiosynkrasie.de/ end

Autor: "Ralph Eisermann" (2003-06-29 16:41:53)

"andrea pintsch" schrieb im Newsbeitrag
news:bdl2mf$d3t$07$1@news.t-online.com...
> für die gewerkschaften der supergau.
> sind sie ab jetzt überflüssig?

Nein, aber schwieriger wirds werden...
wobei ich die IGM da nicht verstehen kann.
Ein Lohngefälle im Osten ist notwendig, um den Standort attraktiv zu machen.
Genauso läuft das bestens in Polen etc.
In den FNL sind wir weit davon weg, das Lohnkostenniveau an den
Westen anzugeleichen.

Aber die Linie der Gewerkschaften war ja auch von Anfang an klar:
Den Osten unattraktiv machen, um Abwanderungen von Westunternehmen
zu verhindern.

Und auch die Politik hat wohl ähnlich kalkuliert, man wollte ja nicht den
Wähler im Westen verprellen

Ein Arbeitsplatzabbau im Westen zugunsten des Osten hätte schon Kohl
die 1994er Wahl sicher vereitelt.

Stattdessen hat man den Osten deindustrialisiert.

Als Ossi kann man momentan m.E. vielfach nur in den Westen oder die
EU gehen.

Autor: "Klaus-Peter Studer" (2003-06-29 18:47:31)

"Ralph Eisermann" schrieb im Newsbeitrag
news:bdmtrf$pes$07$1@news.t-online.com...

> Ein Lohngefälle im Osten ist notwendig, um den Standort attraktiv zu
machen.
> Genauso läuft das bestens in Polen etc.

Daher sind die Ossis, gegenüber den Polen, Ungarn oder Tschechen
auch nicht konkurrenzfähig. Egal wieviel oder wenig sie im Osten
fordern. Subventionen haben Arbeitsplätze im Osten geschaffen.
Transfer West-Ost

> Aber die Linie der Gewerkschaften war ja auch von Anfang an klar:
> Den Osten unattraktiv machen, um Abwanderungen von Westunternehmen
> zu verhindern.

Nur, haben nicht die Westgewerkschafter gestreikt, sondern die Ossis.
Sie hätten in der Urabstimmung gegen Streiks votieren müssen.
Außerdem kann jeder Tarifbezirk eigene Forderungen aufstellen.

> Ein Arbeitsplatzabbau im Westen zugunsten des Osten hätte schon Kohl
> die 1994er Wahl sicher vereitelt.

Dumm nur, daß der Aufbau-Ost genau das bewirkt hat. Die meisten Betriebe
im Osten sind doch ehemalige Westbetriebe, bzw. gehören Westunternehmen.
VW zum Bleistift.

> Stattdessen hat man den Osten deindustrialisiert.

Der Osten hat sich selber deindustrialisiert. 50 Jahre lang.
Am Ende wurde nur der Schrott entsorgt. Oder glaubst Du tatsächlich
die Ost-Autoindustrie war nur annähernd konkurrenz- oder überlebensfähig?
Ohne Westgeld. Ohne Investoren.
Das gleiche bei der Chemieindustrie und vielen vielen kleineren Unternehmen
Sket hieß, glaube ich, das Ost- Kombinat in den der Kohl nach der
Widervereinigung Milliarden hineinpumpen ließ. Nur ist es nicht die Aufgabe
unseres Staates, einen Konzern zu führen. Man brauchte also Investoren.
Die es nicht gab. Nicht für den Konzern. Also wurde er zerlegt.
Investoren waren dann wieder Unternehmer aus dem Westen.
Um dem zu entgehen, hätten die Zonis es wie die Polen machen
müssen. Eigenverantwortlich ihre Wirtschaft umstellen. Also
auf die Wiedervereinigung verzichten sollen.
Aber selbst in Polen, werden Arbeitsplätze in erster Linie von den
Wessis geschaffen. Oft sind es dabei nur verlagerte Arbeitsplätze.

> Als Ossi kann man momentan m.E. vielfach nur in den Westen oder die
> EU gehen.

Und als Wessi nur in die Arbeitslosigkeit
Von 2 Millionen vor der Vereinigung, auf über 3 Millionen nach der
Vereinigung.
Arbeitsplätze gingen in den Osten, Arbeitnehmer in den Westen.


Klaus

Autor: "Peer J. Knoerich" (2003-06-29 22:33:58)

andrea pintsch wrote:
> für die gewerkschaften der supergau.
> sind sie ab jetzt überflüssig?


ja. und zwar deswegen, weil jedem deutschen menschen in deutschland
mehr eigenverantwortung zugeschanzt wird. und da entscheiden sie sich
angesichts der wirtschaftlichen lage eben für weiterarbeit und gegen
die gewerkschaft.

peer

Autor: "Erich Pfennig" (2003-06-30 10:09:48)

On Sun, 29 Jun 2003 18:47:31 +0200, Klaus-Peter Studer wrote:


>> Aber die Linie der Gewerkschaften war ja auch von Anfang an klar:
>> Den Osten unattraktiv machen, um Abwanderungen von Westunternehmen
>> zu verhindern.
>
> Nur, haben nicht die Westgewerkschafter gestreikt, sondern die Ossis.
> Sie hätten in der Urabstimmung gegen Streiks votieren müssen.
> Außerdem kann jeder Tarifbezirk eigene Forderungen aufstellen.

So, die Ossis haben für den Streik votiert? Wenn von den 10%
Gewerkschaftsmitglieder Vierfünftel für den Streik stimmten, dann sind das
lediglch 8% der Arbeitnehmer und nicht die Ossis. Wenn dann auch noch die
Streikposten aus Schweinfurt und Stuttgart eingeflogen werden müssen, hat
das auch nichts mit den Ossis zu tun sondern mit dem Willen der IG-Metall,
unbedingt streiken zu wollen. Das den Ossis unterzujubeln ist unfähr, weil
die Führung der Gewerkschaft von den Wessis dominiert ist.

Erich
--
Erich Pfennig
http://www.alternativ.net/homes/pfennig#erich

Autor: "Klaus-Peter Studer" (2003-06-30 20:13:19)

"Erich Pfennig" schrieb im Newsbeitrag
news:pan.2003.06.30.08.09.48.873444@alternativ.net...

> So, die Ossis haben für den Streik votiert? Wenn von den 10%
> Gewerkschaftsmitglieder Vierfünftel für den Streik stimmten, dann sind das
> lediglch 8% der Arbeitnehmer und nicht die Ossis. Wenn dann auch noch die
> Streikposten aus Schweinfurt und Stuttgart eingeflogen werden müssen, hat
> das auch nichts mit den Ossis zu tun sondern mit dem Willen der IG-Metall,
> unbedingt streiken zu wollen. Das den Ossis unterzujubeln ist unfähr, weil
> die Führung der Gewerkschaft von den Wessis dominiert ist.

Dummes Zeug.
1. Dürfen natürlich bei einer Urabstimmung *nur* die Mitglieder der
jeweiligen Gewerkschaft ihre Stimme abgeben.
2. Auch nur dann, wenn sie zum jeweiligen Tarifgebiet gehören.
Das lag nun einmal im Osten. Die *organisierten* Kollegen aus
dem Osten, also die Ossis, haben für den Steik votiert.
3. daraus ergibt sich der Punkt 3.
Die Kollegen aus Schweinfurt, Stuttgart, Wolfsburg oder Salzgitter
können soviel für Streiks sein, wie sie wollen, bei
der Urabstimmung zählt ihre Stimme nicht.
Aber sie hatten ihre Kollegen im Osten unterstützt. Solidarität.
Dafür ihre Freizeit und unter Umständen auch Lohn geopfert.
Hätten sie es nicht getan, dann hätten Leute wie Du, auch daran
etwas auszusetzen gehabt.
4. Wenn 90% nicht organisiert sind, dann können sie sich das
auch nur deswegen leisten, weil sie die gleichen Tarifleistungen
erhalten, wie die organisierten Kollegen.
Das ist der Nachteil des Flächentarifvertrages. Leute nutzen die
Vorteile und hetzen dann ganz offen gegen die, denen sie ihren
Wohlstand letztendlich zu verdanken haben.

Klaus

Autor: "Klaus-Peter Studer" (2003-06-30 20:16:05)

"Peer J. Knoerich" schrieb im Newsbeitrag
news:bdnih0$5o3$02$1@news.t-online.com...
> andrea pintsch wrote:
> > für die gewerkschaften der supergau.
> > sind sie ab jetzt überflüssig?
>
>
> ja. und zwar deswegen, weil jedem deutschen menschen in deutschland
> mehr eigenverantwortung zugeschanzt wird. und da entscheiden sie sich
> angesichts der wirtschaftlichen lage eben für weiterarbeit und gegen
> die gewerkschaft.

Das mit der Eigenverantwortung ist gut :-((
In Wirklichkeit stimmen sie damit für ihre
Entmündigung. Die Arbeitgeber haben auf keinen
Fall die Interessen ihrer Beschäftigten im Sinn.
Denen geht es ausschließlich darum, aus denen soviel
wie möglich herauszuquetschen.

Klaus

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